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Saudi-Arabien

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Saudi-Arabien (Flagge und Hymne)Saudi-Arabien (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
3

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl Saudi-Arabiens beträgt etwa 28,2 Millionen (2008). Stärkste Bevölkerungsgruppe sind die Saudis mit 82 Prozent. Neben den Jemeniten, die etwa 10 Prozent der Gesamtbevölkerung stellen, leben Menschen aus anderen arabischen Ländern sowie Inder und Pakistani in Saudi-Arabien. Bei diesen handelt es sich vorwiegend um Arbeitnehmer, die aufgrund günstiger wirtschaftlicher Perspektiven ins Land kamen. Der Anteil der Nomaden an der Gesamtbevölkerung liegt bei nur noch 15 Prozent. 88 Prozent der Bevölkerung leben in Städten.

Die Bevölkerungsdichte des Landes beträgt 13 Einwohner pro Quadratkilometer (2008), bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 2 Prozent. Die mittlere Lebenserwartung beträgt 76,1 Jahre (Männer 74 Jahre, Frauen 78,2 Jahre).

3.1

Wichtige Städte

Die meisten größeren Siedlungen befinden sich entlang eines Gürtels zwischen den Wüsten Nefud und Rub el Khali. Größte Städte sind die Landeshauptstadt Riad (5,13 Millionen Einwohner), Djidda (2,80 Millionen), eine Hafenstadt am Roten Meer, Mekka (1 294 168), der bedeutendste muslimische Pilgerort, Medina (919 000), eine heilige Stadt und kulturelles Zentrum des Islam, Ad Dammam (482 000), ein Standort der Erdölindustrie am Persischen Golf, und Aţ Ta’if (416 000), Zentrum einer landwirtschaftlich geprägten Region. In den achtziger Jahren wurden zwei neue Industriezentren errichtet: Al Jubayl (60 000) am Persischen Golf und Yanbu’ al Bahr (40 000) am Roten Meer.

3.2

Sprache und Religion

Die Amtssprache ist Arabisch. In der Geschäftswelt und in gebildeten Kreisen wird Englisch gesprochen, das auch Pflichtsprache an den Schulen ist. Fast alle Bewohner des Landes sind Muslime (98 Prozent). Die meisten sind Sunniten; die Minderheit der Schiiten lebt vor allem im Osten des Landes. Die Wahhabiten, eine Reformersekte, die während des 18. Jahrhunderts in Arabien gegründet wurde und die Ausübung des Islam vereinfachen wollte, übten großen Einfluss auf die Sunniten Saudi-Arabiens aus. Eine Minderheit bekennt sich zum Christentum.

3.2. 1

Feiertage

Die Dauer eines Monats im islamischen Kalender richtet sich nach dem Mondkalender; deshalb kann das Jahr in Saudi-Arabien bis zu 11 Tage kürzer sein als nach dem gregorianischen oder westlichen Kalender. Aus diesem Grund liegen die islamischen Feiertage jedes Jahr an einem anderen Tag. Die islamische Zeitrechnung beginnt mit dem Jahr der Hidjra, der Migration Mohammeds von Mekka nach Medina im 7. Jahrhundert. Zu den wichtigsten Feiertagen in Saudi-Arabien gehört das drei Tage währende Fest Aid al-Fitr, das am Ende des Fastenmonats Ramadan stattfindet. An Aid al-Adha (Opferfest) wird an Abrahams Bereitschaft erinnert, seinen einzigen Sohn auf Allahs Geheiß zu opfern. Hiermit feiert man auch die alljährliche Hadsch, oder Wallfahrt, nach Mekka, die zum selben Zeitpunkt stattfindet. Auch die Geburt Mohammeds und das islamische Neujahr sind Feiertage. Der Nationaltag, ein weltlicher Feiertag, findet am 23. September nach dem westlichen Kalender statt.

3.3

Soziales

Gemäß der durch den Ölreichtum bedingten Prosperität verfügt das Land über einen sehr hohen Lebensstandard und dementsprechend auch über ein gut ausgebautes System sozialer Absicherung. Die Arbeitslosenquote beträgt über 25 Prozent. Der Arbeitskräftemangel wird durch Zuwanderung ausgeglichen. Dem Geschlechterrollenbild des Islam entsprechend steht nur ein geringer Teil der weiblichen Bevölkerung in einem Arbeitsverhältnis (weniger als 10 Prozent), überwiegend im sozialen Bereich. Die medizinische Versorgung weist einen hohen Standard auf, vor allem in den Städten. Auf einen Arzt kommen 727 Einwohner. Die Kindersterblichkeitsrate liegt bei 12 Sterbefälle pro 1 000 Lebendgeburten. Die nomadische Landbevölkerung lebt noch in traditionellen Gemeinschaften.

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