Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Saudi-Arabien", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Daten und Fakten
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Saudi-Arabien

Windows Live® Suchergebnisse

  • Saudi-Arabien – Wikipedia

    Das Königreich Saudi-Arabien ( arabisch المملكة العربية السعودية ‎) ist eine absolute Monarchie in Vorderasien . Saudi-Arabien liegt auf der Arabischen ...

  • Saudi-Arabien

    Reise-Informationen zu Saudi-Arabien Saudi Arabia ... Keine Sommerzeit in Asien/Riyadh Momentane Differenz zur UTC: + 03:00 (Momentane UTC-Zeit = 05:22 Uhr)

  • ZVEI: Saudi Arabien

    Ländernachrichten SAUDI ARABIEN Statistik Exporte und Importe der deutschen Elektroindustrie (Januar-März 2008; in 1.000 €) Export: 178.534 (-10,2%

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse
Seite 6 von 7

Saudi-Arabien

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Saudi-Arabien (Flagge und Hymne)Saudi-Arabien (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
6.6

Verkehrswesen

Das Verkehrsnetz Saudi-Arabiens wird weiter ausgebaut. Das Straßennetz des Landes hat eine Länge von 152 044 Kilometern; davon sind 30 Prozent befestigt. Saudi-Arabien verfügt zudem über ein Eisenbahnnetz mit einer Schienenlänge von 1 000 Kilometern. Die Hauptlinie verbindet Riad mit Dammam. Die Hafenstädte Djidda und Yanbo liegen am Roten Meer; Al Jubayl, Dammam und Ras Tanura sind die wichtigsten Erdölexporthäfen am Persischen Golf. Die staatlichen Fluggesellschaften Saudi-Arabiens bieten auch Auslandsflüge an. Die wichtigsten Flughäfen sind Dhahran, Djidda und Riad.

6.7

Tourismus

Eine große Anzahl muslimischer Pilger besucht jedes Jahr die beiden im Westen des Landes gelegenen heiligen Stätten des Islam: Mekka, der Geburtsort des Propheten Mohammed, und Medina, der Ort, wo er begraben liegt. Der Pilgerverkehr hat sich zu einem enormen Wirtschaftsfaktor entwickelt, da die Besucher zum Teil beachtliche Geldsummen im Land ausgeben. Im Mai 2000 wurden auch die Einreisebestimmungen für Besucher aus westlichen Ländern gelockert.

7

Geschichte

7.1

Altertum

Im 1. Jahrtausend v. Chr. hatte das Königreich der Minäer einen festen Platz im Gebiet der Randgebirge Asir und des südlichen Al-Hijaz (Hedjas) am Roten Meer; die Hauptstadt war Karna (heute Sada, Jemen). Die Minäer waren nomadische Viehzüchter, die schließlich zu den bedeutendsten Weihrauchhändlern des nördlichen Hijaz wurden. Nachdem sich die Minäer im 1. Jahrhundert v. Chr. aus ihrem Handelsstützpunkt in al-Ula zurückgezogen hatten, gründeten die Nabatäer nördlich davon, in Madain Salih, ein Handelszentrum.

Im östlichen Teil des heutigen Saudi-Arabien lag Dilmun (Tilmun), eine politisch-kulturelle Föderation an der Küste des Persischen Golfes. Dilmun wurde des Öfteren mit der Insel Bahrain gleichgesetzt, obgleich es Teile des Festlands mit einschloss und mit dem Inneren der Arabischen Halbinsel Handel trieb.

Alexander der Große von Mazedonien hegte vor seinem Tod 323 v. Chr. Pläne zur Eroberung Arabiens. Später errangen die Ptolemäer aus Ägypten das Gebiet um Yanbo, wurden aber von den Nabatäern vertrieben. In späterer Zeit war das Land Ziel der konkurrierenden Hegemoniebestrebungen Äthiopiens und Persiens. Um das 5. Jahrhundert n. Chr. gewann Mekka größere Bedeutung als die nabatäische Stadt Petra.

7.2

Ausbreitung des Islam

Mohammed, der Prophet des Islam, wurde in Mekka 570 geboren. Da seine Lehren bei der lokalen Bevölkerung keinen Anklang fanden, zog er ins nördlich gelegene Medina. 630 kehrte er mit seinen Anhängern zurück und eroberte Mekka. Von diesem Zeitpunkt an begann die rasche Ausbreitung des Islam in Vorderasien. Die Gründung der Religion des Islam im 7. Jahrhundert durch den Propheten Mohammed führte zu tief greifenden Veränderungen in der arabischen Welt. Seine Nachfolger setzten die Eroberung und Bekehrung ganz Vorderasiens fort. Nach der Errichtung des Kalifats (erst in Damaskus im Jahr 660, danach in Bagdad) verlor Mohammeds Heimat innerhalb des islamischen Großreiches an Bedeutung. Ab 1269 stand der Großteil des Hijaz unter der Vorherrschaft der ägyptischen Mamelucken (Mamluken). Bei der Eroberung Ägyptens 1517 gewann das Osmanische Reich die Kontrolle über Nord- und Westarabien, konnte aber seinen Herrschaftsbereich nicht bis ins Landesinnere ausdehnen. Im 15. Jahrhundert gründete Mohammed ibn Saud in der Nähe der heutigen Stadt Riad die Dynastie Saud.

7.3

Die Herrschaft der Wahhabiten

Mitte des 18. Jahrhunderts gründete der religiöse Führer Mohammed ibn Abd al Wahhab eine fundamentalistische Sekte. Diese von der saudischen Armee unterstützte Bewegung errichtete bald darauf einen nationalistischen arabischen Staat in Najd. 1802 nahmen die Wahhabiten Mekka ein, wurden aber 1812 von dort vertrieben. Die Wahhabiten und die Saudis zogen sich nach Riad zurück, wo sie 1818 ihre Hauptstadt gründeten. Von dort aus eroberten die Saudis den Großteil des verlorenen Herrschaftsgebiets zurück. Ab 1865 kam es innerhalb der Dynastie zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen, und das Königreich wurde unter die einzelnen Clans aufgeteilt; ein Teil fiel an die Osmanen. Nach ihrer Niederlage ging die Familie der Saud nach Kuwait ins Exil. 1902 eroberte Abd al-Asis III. Ibn Saud Riad zurück, und 1906 beherrschten seine Truppen das Gebiet Nadj. 1913 nahm er das Gebiet von Hasa ein, 1921 den Djebel Schammar, 1924 Mekka, 1925 Medina und 1926 das Gebiet Asir. Im Anschluss daran ließ er sich zum König von Hijaz proklamieren. Nach der Einigung der eroberten Gebiete gab er 1932 seinem ausgedehnten Reich den Namen Saudi-Arabien.

Zurück
| | | | | |
Nächste
In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft