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Windows Live® Suchergebnisse Kubilai KhanEnzyklopädieartikel
Kubilai Khan, auch Khubilai, Kublai, (1215-1294), mongolischer Großkhan, Begründer und erster Herrscher der mongolischen Yuan-Dynastie in China (1279-1294), als der er sich Shizu nannte, Enkel von Dschingis Khan. Zusammen mit seinem älteren Bruder, Großkhan Möngke, führte Kubilai die Eroberung Chinas, die sein Großvater begonnen hatte, zu Ende: Sie bekämpften die Song in Südchina und drangen bis nach Tibet und Tonkin vor. Nach Möngkes Tod 1259 wurde Kubilai dessen Nachfolger als Großkhan und übernahm damit auch die Herrschaft in Nordchina. 1264 verlegte Kubilai seine Residenz von Karakorum nach Peking, das er Khanbalik nannte; zudem verzichtete er auf seine Herrschaftsansprüche über die Gebiete des Mongolenreiches außerhalb Chinas, was im weiteren Verlauf zum Zerfall des Weltreiches in vier selbständige Mongolenreiche führte. Bis 1279 hatte Kubilai auch die südlichen Song unterworfen und integrierte nun den Süden in sein chinesisches Großreich. Bereits 1271 hatte er für seine Dynastie und sein Reich den Namen Yuan angenommen. Weitere Expansionsversuche über die chinesischen Grenzen hinaus scheiterten allerdings, so etwa je zwei Unternehmungen gegen Japan (1274 und 1281) und gegen Java (1281 und 1292). Kubilai Khan starb am 18. Februar 1294 in Peking. Von 1275 bis 1292 hielt sich Marco Polo an Kubilais Hof auf, begleitete ihn auf seinen Reisen und Feldzügen und war diplomatisch für den Kaiser tätig. Marco Polos Beschreibungen der ostasiatischen Länder und des Hofes von Kubilai vermittelten Europa einen ersten (und für lange Zeit einzigen) Eindruck vom Fernen Osten.
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