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  • Biographie: August Bebel, 1840-1913

    1840-1913 August Bebel Politiker, Publizist 1840 22. Februar: August Bebel wird als Sohn eines preußischen Unteroffiziers in Deutz bei Köln geboren.

  • ABI August Bebel Institut Berlin

    Das August-Bebel-Institut Berlin ist eine Einrichtung der politischen Bildung, die der SPD nahe steht.

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August Bebel

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August BebelAugust Bebel

August Bebel (1840-1913), deutscher Politiker, Mitbegründer und prägende Persönlicheit der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).

Bebel wurde am 22. Februar 1840 in Deutz bei Köln geboren; 1860 ließ er sich als Drechslermeister in Leipzig nieder. Unter dem Einfluss Lassalles wandte sich Bebel dem Sozialismus und der Arbeiterbewegung zu; 1865 übernahm er den Vorsitz des Arbeiterbildungsvereins in Leipzig und 1867 den Vorsitz im Verband der deutschen Arbeiterbildungsvereine. 1866 gründete er zusammen mit Wilhelm Liebknecht die Sächsische Volkspartei, für die er noch im selben Jahr in den Reichstag des Norddeutschen Bundes gewählt wurde. 1869 war er in Eisenach, wieder zusammen mit Liebknecht, maßgeblich an der Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) beteiligt, die dem internationalen Sozialismus der Ersten Internationalen und Karl Marx nahe stand und an Lassalle und dessen Allgemeinem Deutschen Arbeiterverein (ADAV) Kritik übte.

Seit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 gehörte Bebel fast bis zu seinem Lebensende (mit kurzen Unterbrechungen) dem deutschen Reichstag an, von 1881 bis 1891 zugleich dem sächsischen Landtag. 1872 wurde er zusammen mit Liebknecht wegen Hochverrats und Majestätsbeleidigung zur zwei Jahren Festungshaft verurteilt; nach seiner Freilassung betrieb er 1875 in Gotha maßgeblich den Zusammenschluss von SDAP und ADAV zur Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP), der Vorläuferin der SPD (siehe Gothaer Programm). Gegen den zunehmenden Erfolg und Einfluss der SAP erließ der Reichstag 1878 auf Druck des Reichskanzlers Otto von Bismarck die Sozialistengesetze, auf deren Grundlage neben verschiedenen anderen Gruppierungen und Verbänden wie z. B. den Gewerkschaften auch die SAP verboten wurde; in der Folge war die aus neun Abgeordneten (unter ihnen Bebel) bestehende SAP-Reichstagsfraktion das einzige legale Gremium der Sozialisten in Deutschland.

Nach Aufhebung der Sozialistengesetze und dem Sturz Bismarcks war Bebel 1891 entscheidend an der Neuorganisation der deutschen Sozialisten in der SPD und an der Formulierung ihres Erfurter Programms beteiligt. 1892 wurde er in den Vorsitz der SPD gewählt und prägte in der Folgezeit bis zu seinem Tod maßgeblich die Politik der Partei. In den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts baute Bebel die SPD zu einer Massenpartei aus; 1912 war die SPD stärkste Fraktion im Reichstag. Innerhalb der SPD vertrat Bebel eine marxistische Mittellinie; er war gegen linke Radikalisten und rechte Revisionisten, für einen Ausgleich zwischen marxistischer Theorie und politischer Praxis. Programm und Organisation der SPD hatten Vorbildfunktion für die Zweite Internationale. Bebel starb am 13. August 1913 in Passugg (Schweiz)

Zu den zahlreichen Schriften, die Bebel veröffentlichte, gehörten u. a. Unsere Ziele (1870), Der Deutsche Bauernkrieg (1876), Die Frau und der Sozialismus (1879), Charles Fourier (1888) sowie die Autobiographie Aus meinem Leben (3 Bde., 1910-1914).

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