Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse AnämieEnzyklopädieartikel
Anämie (griechisch: Blutarmut), eine Blutkrankheit, bei der die Zahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) oder ihr Hämoglobingehalt ungewöhnlich niedrig ist. Rote Blutkörperchen sind die Zellen, die Sauerstoff in die verschiedenen Teile des Körpers transportieren. Patienten mit Anämie haben Symptome, die durch unzureichende Sauerstoffversorgung der Körpergewebe verursacht werden. Es gibt drei Hauptursachen für diese Krankheit: (1) geringe Produktion von roten Blutkörperchen, hervorgerufen durch Nährstoff- oder Hormonmangel oder Krankheiten, (2) eine Zerstörung roter Blutkörperchen, die oft erblich bedingt ist, und (3) starker Blutverlust. Die häufigsten Symptome der Anämie sind Blässe, Kurzatmigkeit, geringe Vitalität, Schwindelgefühle und Verdauungsstörungen. Die am weitesten verbreitete Form ist die Eisenmangelanämie. Sie tritt bei erhöhtem Eisenbedarf des Organismus auf – wie es etwa in bestimmten Entwicklungsphasen der Kindheit oder während der Schwangerschaft der Fall ist – oder wenn die Ernährung zu wenig eisenhaltig ist. Das Spurenelement Eisen ist ein essenzieller Bestandteil des Blutfarbstoffes Hämoglobin. Perniziöse Anämie, eine Krankheit, unter der hauptsächlich Menschen über 40 leiden, ist eine Folge von Vitamin B12-Mangel. Dieser wird häufig durch ungenügende B12-Absorption verursacht und nicht durch mangelhafte Ernährung. Sichelzellenanämie ist die Folge eines erblichen Defekts bei der Hämoglobinsynthese. Früher wurde Anämie durch Entfernen der Milz, wiederholte Bluttransfusionen und eine Ernährung mit viel Rind- oder Kalbsleber behandelt. Transfusionen werden auch heute durchgeführt, wenn ein akuter Blutverlust vorliegt. Als wirkungsvoll erwiesen sich bei der Eisenmangelanämie Eisengaben als Ergänzung, bei perniziöser Anämie Vitamin B12-Injektionen. Heute verwendet man synthetisch hergestelltes Erythropoietin, das normalerweise in den Nieren gebildet wird, um Produktion und Wachstum der roten Blutkörperchen zu fördern. Andere Therapien zielen darauf ab, die Ursache des zugrunde liegenden Nährstoff- oder Hormonmangels zu beheben. Blutarmut kommt auch bei einem von 300 ungeborenen Kindern vor, in diesem Fall ist eine Transfusion in die Nabelschnur erforderlich. Nach einem 2000 im New England Journal of Medicine erschienenen Artikel kann Anämie bei Embryos heute mit Ultraschall diagnostiziert werden.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |