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Photographie

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Ursprünge der FilmkameraUrsprünge der Filmkamera
Artikelgliederung
1

Einleitung

Photographie, Sammelbezeichnung für Verfahren zur Herstellung von Bildern auf lichtempfindlichen Flächen (Platte, Papier, Film) durch photochemische Reaktion des Lichtes oder andere Formen der Strahlung, meist mit Hilfe einer Kamera. Außerdem werden die bei dieser Reaktion entstehenden Produkte (Abbildungen) Photographie genannt.

2

Technische Grundlagen

Grundlage der Photographie sind die lichtempfindlichen Eigenschaften von Silberhalogeniden, chemischen Verbindungen aus Silber und Halogenen (Brom, Chlor oder Iod). Bei der Belichtung eines Filmes, der aus einer festen Dispersion von feinsten Silberhalogenidkörnern in einem Schutzkolloid (Gelatine) auf einer transparenten Trägerschicht aus Celluloseacetat oder Polyester besteht, gehen die Silberhalogenide chemische Reaktionen ein und bilden ein so genanntes latentes Bild (die Dispersion wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Emulsion bezeichnet). Bei der Entwicklung eines Filmes wird das latente – verborgene – Bild sichtbar (und beständig). Die so erhaltene Abbildung wird als Negativ bezeichnet, da in ihr dunkle Stellen des Ursprungsmotivs hell, helle aber dunkel wiedergegeben werden. Bei Farbnegativen sind Farbwerte komplementär wiedergegeben. In einem zweiten Entwicklungsprozess, bei dem die photographische Abbildung entsteht, werden diese Werte erneut umgekehrt und so den realen Farbgegebenheiten des Motivs angepasst (Negativ-Positiv-Verfahren).

Die für die Photographie relevanten physikalischen Grundsätze sind maßgeblich solche der Optik.

2.1

Der Film

Photographische Filme weisen hinsichtlich ihrer Reaktionen auf verschiedene Wellenlängen des Lichtes unterschiedliche Eigenschaften auf. Die ersten Schwarzweißfilme reagierten nur auf die kürzeren Wellenlängen des sichtbaren Spektrums, also auf blaues Licht. Später wurden den Filmemulsionen chemische Stoffe, so genannte Sensibilisatoren, beigemischt, um die photographische Schicht auch für andere Wellenlängen empfänglich zu machen. So ist der orthochromatische Film für jedes Licht (außer für rotes) empfindlich und stellte somit eine deutliche Verbesserung gegenüber dem blauempfindlichen Schwarzweißfilm dar.

Beim panchromatischen Film endlich sind der Emulsion auch Sensibilisatoren für rotes Licht beigemischt, wodurch der Film für den gesamten sichtbaren Spektralbereich empfänglich wird. Daher benutzt die Mehrzahl der Amateur- und Berufsphotographen heute den panchromatischen Filmtyp.

Eine spezielle Art des Schwarzweißfilmes ist der Reprofilm, der in erster Linie zur Wiedergabe (Reproduktion) in den graphischen Künsten verwendet wird. Reprofilme sind extrem kontrastreich, so dass Bilder entstehen, die als Werte nur Schwarz und Weiß, also keinerlei Grauabstufungen, aufweisen.

Weitere Spezialfilme sind für Wellenlängen empfindlich, die über das sichtbare Spektrum des Lichtes hinausgehen. Dazu gehören Infrarotfilme (s. u. das Kapitel Infrarotphotographie).

Sofortbildfilme für spezielle Kameras, die Ende der vierziger Jahre von Polaroid entwickelt wurden, geben die fertigen Abzüge kurz nach der Aufnahme aus. Dabei ist der Entwickler (als Paste) in das Filmpapier integriert.

2.1. 1

Farbfilm

Farbfilme sind in ihrer Zusammensetzung komplizierter aufgebaut als Schwarzweißfilme, da sie eben nicht nur Schwarz-, Weiß- und Grautöne wiedergeben. Die meisten Farb- und Farbdiafilme bauen auf dem Verfahren subtraktiver Farbmischung auf, bei dem die drei Grundfarben Cyan (Blaugrün), Magenta (Purpur) und Gelb mit ihren Komplementärfarben zusammengebracht werden, um eine Wiedergabe aller Farben zu erreichen. Filme dieser Art bestehen aus drei auf einem Schichtträger übereinandergelagerten Silberhalogenidemulsionen. Die obere Schicht ist für blaues Licht empfindlich und reagiert stark auf blaue Motivpartien oder auf solche, die blaues Licht zumindest teilweise reflektieren. Die mittlere Schicht ist grünempfindlich, die untere rotempfindlich. Ein Gelbfilter unter der oberen Schicht hindert blaues Licht daran, in tiefere Bereiche der Emulsion vorzudringen.

Bei der Belichtung eines Farbfilmes in der Kamera entstehen in jeder der drei Emulsionsschichten latente Schwarzweißbilder. Durch chemische Reaktionen in der Entwicklerlösung werden wie beim Schwarzweißverfahren Silberhalogenide in metallisches Silber verwandelt. Der Entwickler verbindet sich mit den in jeder Emulsionsschicht eingelagerten Farbkupplern. So entstehen Farbbilder aus Cyan, Magenta und Gelb. Danach wird das unbelichtete Silberhalogenid in einem Fixierbad entfernt, so dass nach dem Wässern negative Farbstoffbilder in den Grundfarben vorliegen. Auch beim Farbdiafilm (Umkehrfilm) entsteht bei der Erstentwicklung ein Schwarzweißnegativ. Erst in einem zweiten Schritt entsteht durch Zweitbelichtung mit diffusem Licht das transparente Positiv.

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