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Gerrit van Honthorst

Enzyklopädieartikel

Gerrit van Honthorst, auch Gerard van Honthorst, genannt Gherardo delle Notti, (1590-1656), niederländischer Maler, einer der führenden Vertreter der Utrechter Schule.

Gerrit van Honthorst wurde am 4. November 1590 in Utrecht geboren. Ursprünglich bei Abraham Bloemaert in Utrecht ausgebildet, malte er während eines Italienaufenthaltes (1610/1612 bis 1620) Nachtstücke im Stil Caravaggios. Er entwickelte einen Stil, der durch Chiaroscuro (Kontraste von Licht und Schatten) und starke Farbtöne gekennzeichnet ist. Viele seiner frühen Bilder haben biblische oder mythologische Motive. Später konzentrierte er sich auf Genremalerei und Porträts, insbesondere nach seiner Berufung zum Hofmaler in Den Haag 1637. Ruhm erwarb er sich vor allem mit dramatisch beleuchteten Nachtszenen wie Anbetung der Hirten (1620; Uffizien, Florenz) und Fröhliche Gesellschaft (auch: Der verlorene Sohn, 1622; Alte Pinakothek, München). Sein an Caravaggio erinnernder Stil beeinflusste das Frühwerk von Rembrandt; seine späten, helleren und eher klassizistischen Gemälde blieben nicht ohne Wirkung auf das Werk des holländischen Meisterporträtisten Frans Hals. Van Honthorst starb am 27. April 1656 in Utrecht.

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