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Friedrich Hebbel

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Friedrich Hebbel: Wichtige WerkeFriedrich Hebbel: Wichtige Werke

Friedrich Hebbel (1813-1863), deutscher Dramatiker. Literatur- und geistesgeschichtlich ist sein Werk zwischen Idealismus und Realismus einzuordnen.

Hebbel wurde am 18. März 1813 als Sohn eines Tagelöhners in Wesselburen geboren. 1827 wurde er Botenjunge und Schreiber des dortigen Kirchenspielvogts J. J. Mohr, in dessen umfangreicher Bibliothek er sich erste Literaturkenntnisse aneignen konnte. Zwischen 1836 und 1839 studierte Hebbel Jura, Geschichte, Literatur und Philosophie in Heidelberg und München. 1845 siedelte er nach Wien über, wo er 1849 die österreichische Schauspielerin Christina Enghaus heiratete, die in zahlreichen seiner Stücke auftrat. Hebbel starb am 13. Dezember 1863 in Wien. Ein mit 20 000 DM dotierter Literaturpreis ist nach dem Autor benannt.

Einen ersten literarischen Erfolg konnte Hebbel 1841 mit der Tragödie Judith, die nach einem alttestamentarischen Stoff entstanden war, verzeichnen. Das bürgerliche Trauerspiel Maria Magdalene von 1844 zählt zu den ersten prägenden Werken des tragischen Realismus. Hebbels Ruhm gründet sich jedoch vor allem auf Werke, die nach 1845 entstanden: die Tragödie in Blankversen Herodes und Mariamne (1850), das Epos Mutter und Kind (1852), die Prosatragödie Agnes Bernauer (1855), Erzählungen und Novellen (1855), die Verstragödie Gyges und sein Ring (1856) sowie die Tragödientrilogie Die Nibelungen (1862), die auf der Volkssage des Nibelungenlieds beruht.

Die Schriften Georg Wilhelm Friedrich Hegels und Arthur Schopenhauers übten einen starken Einfluss auf seine Arbeiten aus: In seinen Geschichtsdramen wird das tragische Verhältnis von Individuum und Welt, der schuldhafte Konflikt des Individuums mit dem Weltwillen (Hegels „Weltgeist”) thematisiert. Trost für das tragische Individuum ist in der von Hebbel thematisierten Übergangszeit von einer überkommenen Gegenwart, häufig die der erstarrten bürgerlichen Gesellschaft, hin zu einer unbekannten Zukunft, nicht möglich. Ähnliches thematisierte die Literatur der Weimarer Klassik.

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