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Österreich

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Österreich (Flagge und Hymne)Österreich (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
2.3

Flora und Fauna

46,1 Prozent des österreichischen Staatsgebiets sind bewaldet (2005). Wälder mit Eichen und Buchen als vorherrschenden Baumarten bedecken weite Flächen des nördlichen Alpenvorlandes. Im Waldviertel und im Hausruck sowie in den tieferen Lagen der Nördlichen und Südlichen Kalkalpen und des Ostteils der Zentralalpen sind Laub- bzw. Laubmischwälder mit Buche, Eiche, Ahorn und Fichte verbreitet. Sie gehen in mittleren Lagen zunächst in Tannen-Fichten-Wälder über. Mit zunehmender Höhe steigen die Anteile von Lärchen und Zirbelkiefern (Arven), die zunächst geschlossene Bestände bilden, nahe der Waldgrenze (in 1 500 bis 2 200 Meter Höhe) dann in kleineren Baumgruppen auftreten. Oberhalb der Waldgrenze sind Sträucher, alpine Rasen und Polsterpflanzen verbreitet. Im Kleinen Ungarischen Tiefland gibt es Steppenvegetation.

Der saure Regen stellt das schwerwiegendste Umweltproblem Österreichs dar. Er entsteht infolge von Industrieemissionen, ein durch den Tourismus bedingtes hohes Verkehrsaufkommen und beträchtliche Luftverschmutzung durch andere Länder – vor allem Deutschland, die Slowakei und die Tschechische Republik. Ein Viertel der Wälder ist davon betroffen, und in einigen Gegenden wird der Baumbestand voraussichtlich spürbar zurückgehen. Flächenintensive Landwirtschaft, der Bau von Staudämmen zur Erzeugung von hydroelektrischer Energie und die durch den Rückgang der Waldgebiete bedingte Bodenerosion stellen weitere Bedrohungen für die Umwelt dar.

Die Tierwelt Österreichs umfasst überwiegend mitteleuropäische Arten. Charakteristische Säugetiere der höheren Bergregionen sind Gämsen, Steinböcke und Murmeltiere, in den Wäldern leben u. a. Rehe, Rothirsche und Wildschweine. In Österreich gibt es zwei Dutzend frei lebender Braunbären, die seit 1997 in einem Schutzprogramm betreut werden. Im östlichen Landesteil leben Feldhamster und Ziesel. Hinsichtlich der Avifauna (Vogelwelt) sind Brutvorkommen von Purpurreihern, Löfflern und Großtrappen besonders bemerkenswert; der Waldrapp wurde wieder eingebürgert. Zudem übersommern in Österreich Gänsegeier. Im warmen Klima Südkärntens sind Sandottern, Äskulapnattern und Mauereidechsen beheimatet.

Für den Naturschutz sind in Österreich hauptsächlich die neun Bundesländer zuständig. Insgesamt stehen ungefähr 24 Prozent des Landes unter Naturschutz, es gibt drei Nationalparks und Hunderte von Naturreservaten, Naturparks und Landschaftsschutzgebieten. Innerhalb der Schutzzonen ist Jagen und Fischen mit lokalen Einschränkungen normalerweise erlaubt. In Österreich gibt es 18 vom Europarat anerkannte Reservate und sechs Biosphärenreservate, die der UNESCO unterstehen.

3

Bevölkerung

Die Einwohnerzahl beträgt 8,21 Millionen (2008), was einer Bevölkerungsdichte von 100 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Das jährliche Bevölkerungswachstum liegt bei 0,06 Prozent (2008). Die Lebenserwartung beträgt für Männer 76,5 Jahre und für Frauen 82,4 Jahre (2008). Die Bevölkerung ist sehr ungleichmäßig über das Land verteilt. Weite Gebiete in den Alpen sind unbewohnt. Etwa 93 Prozent der Bevölkerung sind Österreicher. Zu den zahlenmäßig stärksten Minderheiten zählen Deutsche, Kroaten, Ungarn (vor allem im Burgenland), Slowenen (überwiegend in Kärnten), Tschechen (besonders in Wien) und jeweils eine kleinere Gruppe Italiener, Serben und Rumänen.

3.1

Wichtige Städte

66 Prozent der Bevölkerung leben in Städten (2005). Größte Stadt des Landes ist die Hauptstadt Wien mit 1,65 Millionen Einwohnern. Weitere bedeutende Städte sind Graz, ein Zentrum für Schwerindustrie (245 000 Einwohner), Linz, Donauhafen und Landeshauptstadt Oberösterreichs (188 000 Einwohner), das Kultur- und Fremdenverkehrszentrum Salzburg (148 000 Einwohner) und Innsbruck, die Landeshauptstadt von Tirol, die ebenfalls ein beliebter Fremdenverkehrsort ist (117 000 Einwohner).

3.2

Sprache und Religion

Die Amtssprache in Österreich ist Deutsch, regional auch Slowenisch und Kroatisch. Die bedeutendsten Minderheitensprachen sind Serbisch, Türkisch, Kroatisch, Slowenisch, Ungarisch und Tschechisch. Etwa 78 Prozent der Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Kirche an. Ungefähr 5 Prozent sind Protestanten. Der Rest setzt sich aus verschiedenen Minderheiten zusammen, darunter Muslime und Juden.

Neben Neujahr (1. Januar) ist auch Epiphanias (6. Januar) ein Feiertag. Der österreichische Fasching erfreut sich großer Beliebtheit. Die Faschingszeit wird von der Fastenzeit abgelöst. In Österreich feiert man den Ostersonntag und -montag. Gesetzliche Feiertage sind der Tag der Arbeit am 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstsonntag und -montag, Fronleichnam und Mariä Himmelfahrt (15. August). Österreich begeht seinen Nationalfeiertag am 26. Oktober. Allerheiligen ist am 1. November und Mariä Empfängnis am 8. Dezember. Die Weihnachtsfeiertage stehen im Zeichen der Familie.

3.3

Soziales

Der Lebensstandard der Bevölkerung ist einer der höchsten in Europa. Das Gesundheitswesen ist hervorragend entwickelt. Sozial- und Altersabsicherung sind gut ausgebaut. Auch in Österreich hat sich die Arbeitslosenrate im Zuge der weltweiten Rezession erhöht; sie liegt jedoch mit 4,9 Prozent (2004) im Vergleich zu vielen anderen Ländern in Europa niedrig.

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