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Fasanen

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ArgusfasanArgusfasan

Fasanen, mittelgroße Hühnervögel aus der Familie der Fasanenvögel, die keine stammesgeschichtlich einheitliche Gruppe bilden.

Fasanen besitzen lange Schwanzfedern und weisen meist starke Färbungsunterschiede der beiden Geschlechter (siehe Sexualdimorphismus) auf. Die häufig farbenprächtigen Männchen haben im Gegensatz zu anderen Hühnervögeln keinen Kamm, am Kopf befinden sich oft auffällig gefärbte, unbefiederte Stellen. Die bekannteste und heute am weitesten verbreitete Art ist der ursprünglich vom Schwarzen Meer bis Japan in 30 Unterarten verbreitete sowie in Europa, Nordamerika und Australien eingebürgerte Fasan (siehe Faunenverfälschung), der von Jägern als Jagdfasan oder Edelfasan bezeichnet wird.

Das 75 bis 90 Zentimeter große Fasanenmännchen hat einen leuchtend grünen Kopf und je einen roten Hautlappen unter den Augen; das bunte Gefieder variiert je nach Unterart. Die 52 bis 64 Zentimeter großen Weibchen sind gelbbraun mit dunklen Flecken. Der gackernde Ruf des balzenden Männchens ist zweisilbig, dem Ruf folgt lautes Flügelschlagen. Der Name Fasan ist vom Fluss Phasis (zwischen Kolchis und Vorderasien) abgeleitet, von wo aus der Fasan im Altertum zunächst in Südeuropa eingebürgert und schließlich von den Römern im Gebiet des heutigen Deutschland ausgesetzt wurde (der wissenschaftliche Artname bezieht sich auf die Region Kolchis). Die in Mitteleuropa vorkommenden Fasanen gleichen häufig dem chinesischen Ringfasan (einer Unterart), die von Jägern frei gelassenen Fasanen sind jedoch oft Mischlinge aus mehreren Unterarten oder sogar Arten.

Lebensraum des Fasans sind in Mitteleuropa offene Landschaften wie Wiesen und Felder, die ausreichend Versteckmöglichkeiten in Form von Hecken und Feldgehölzen bieten; häufig sind Fasanen auf Getreideäckern anzutreffen. Im Winter suchen sie Gebiete auf, die Schutz vor Wind und hohem Schnee bieten. In seinem ursprünglichen Lebensraum bewohnt der Fasan lichte Wälder und Grasland. In der Abenddämmerung beziehen Fasanen auf Bäumen Quartier.

Die Nahrung besteht vor allem aus Pflanzenteilen wie Samen und Wurzeln, daneben werden Insekten und andere Wirbellose erbeutet. In strengen Wintern kommen viele Fasanen um, regenreiche Sommer führen zu hoher Sterblichkeit unter den Jungvögeln. Die Fasanenbestände halten sich in Mitteleuropa vielerorts nur aufgrund von Winterfütterungen, außerdem werden von Jägern ständig Fasanen ausgesetzt. Fasanen sind zur Brutzeit polygyn, die Männchen bilden Harems. Das Gelege aus 8 bis 16 olivbraunen Eiern in einer Bodenmulde wird ausschließlich vom Weibchen bebrütet, die Jungen schlüpfen nach dreieinhalb Wochen, als Nestflüchter verlassen sie das Nest sofort und ernähren sich vor allem von Kleintieren wie Insekten.

In Fasanerien werden mehrere Fasanenarten als Ziervögel gezüchtet. Einige von ihnen wurden im Freiland ausgesetzt, doch hat sich keine Art so erfolgreich ausgebreitet wie der Fasan. Die bekannteste als Ziervogel gehaltene Art ist der aus dem mittleren und südlichen China stammende, bis 115 Zentimeter große Goldfasan. In England wurde der bis anderthalb Meter große Diamantfasan eingebürgert, der aus dem Bergland von China und Myanmar stammt. In Südostasien lebt der Argusfasan. Viele Fasanenarten gehören zu den bedrohten Arten, wobei starke Bejagung und die Zerstörung ihres Lebensraumes die Hauptursachen für den Bestandsrückgang darstellen. Strenge Schutzmaßnahmen haben dazu beigetragen, seltene Arten zu erhalten, wie z. B. die in den Bergen von Taiwan endemischen Swinhoefasanen und Mikadofasanen.

Systematische Einordnung: Fasanen gehören zur Familie Phasianidae der Ordnung Galliformes. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Fasans lautet Phasianus colchicus, der Ringfasan heißt Phasianus colchicus torquatus. Der Goldfasan trägt den wissenschaftlichen Namen Chrysolophus pictus, der Diamantfasan heißt Chrysolophus amherstiae, der Swinhoefasan Hierophasis swinhoii und der Mikadofasan Syrmaticus mikado.

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