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    Simbabwe. Stand: Oktober 2007. Ländername: Republik Simbabwe / Republic of Zimbabwe. Klima: Größtenteils subtropisches Klima; Trockenzeit: Mai - Oktober

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Simbabwe

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Simbabwe (Flagge und Hymne)Simbabwe (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
6.1

Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei

26 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft. Das wichtigste Anbauprodukt ist Tabak. Er ist für den Export bestimmt und wird vor allem in den nördlichen und zentralen Gebieten angebaut. Andere Erzeugnisse sind Kaffee, Baumwolle, Blumen und Zuckerrohr. Angebaut werden auch Mais und andere Getreidearten wie Hirse, Mohrenhirse und Weizen. In der Viehzucht und Milchwirtschaft liegt der Schwerpunkt auf der Haltung von Rindern, Ziegen, Schafen, Schweinen und Hühnern.

In Simbabwe werden jährlich 8,38 Millionen Kubikmeter Brennholz geschlagen (2006). In den Binnengewässern werden 15 452 Tonnen Fisch gefangen (2005).

6.2

Bergbau und Industrie

Simbabwe ist reich an Bodenschätzen wie Gold, Platin, Chrom- und Nickelerzen. Weitere wichtige Bodenschätze sind Kohle, Eisen- und Kupfererze sowie Cobalt- und Zinnerze. Die meisten Erzvorkommen liegen im Great Dyke, einer Hügelkette, die das Land von Norden nach Süden durchzieht. Große Kohlereserven lagern im Nordwesten des Landes bei Hwange. Simbabwes Industriebetriebe stellen u. a. Metallprodukte und Textilien sowie Agrarerzeugnisse wie Tabakwaren oder Rohrzucker her.

6.3

Verkehrswesen und Energie

Das Straßennetz hat eine Gesamtlänge von etwa 97 000 Kilometern, wovon rund 19 Prozent asphaltiert sind. Das Land verfügt außerdem über ein Schienennetz von 3 077 Kilometer Länge (2003); es verbindet Simbabwe mit Sambia, Botswana, Südafrika und den Häfen in Moçambique am Indischen Ozean. Harare verfügt über einen internationalen Flughafen, in zahlreichen Ortschaften gibt es kleine, größtenteils unbefestigte Flugplätze.

Den größten Teil seines elektrischen Stromes bezieht Simbabwe von den Wasserkraftwerken am Karibadamm am Sambesi. Daneben gibt es ein Heizkraftwerk in der Nähe der Kohleminen von Wankie (Hwange) im Nordwesten des Landes.

6.4

Außenhandel und Währung

Bedeutende Exportgüter Simbabwes sind Stahllegierungen, Metallprodukte (Gold, Platin, Nickel, Chrom) sowie Agrarerzeugnisse (Tabak, Baumwolle). Wichtige Importgüter sind Brennstoffe und Elektrizität, Maschinen und Fahrzeuge, chemische Erzeugnisse und Nahrungsmittel. Mit Abstand wichtigster Handelspartner Simbabwes ist Südafrika, gefolgt von China sowie anderen afrikanischen Ländern. Landeswährung ist der Simbabwe-Dollar zu 100 Cent. Zentralbank und einzige Notenbank des Landes ist die Reserve Bank of Zimbabwe (1964).

7

Geschichte

Die früheste bekannte Zivilisation des Landes basierte auf der Ausbeutung reicher Goldvorkommen. Bantusprachige Eroberer nahmen das Gebiet wahrscheinlich schon um 800 n. Chr. in Besitz und begannen das gewaltige Simbabwe zu bauen, heute eine Ruinenstätte in der Nähe von Masvingo (nach der das Land benannt ist). Die Neuankömmlinge waren möglicherweise die Karanga, die als Vorfahren der heutigen Shona gelten. Um 1100 unterhielten sie einen weit reichenden Handel mit Gold und Elfenbein und nutzten Häfen im heutigen Moçambique. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts entstand das Monomutapa-Reich. Nach rascher territorialer Ausdehnung im 15. Jahrhundert spaltete sich das Reich, und im Süden wurde das Königreich Changamire gegründet.

Die Portugiesen hatten kurz nach 1500 an der Küste Moçambiques Fuß gefasst. Sie schickten Missionare nach Monomutapa und machten aus dem einst mächtigen Reich bis 1629 einen Vasallenstaat. Ende des 17. Jahrhunderts wurde der größte Teil Monomutapas durch das Reich Changamire vereinnahmt.

Während der Mfecane, der großen afrikanischen Völkerwanderung nach 1830, vernichteten die Ngoni auf ihrem Marsch nach Norden Changamire. Kurze Zeit später siedelten sich die Ndebele im Westen des Landes an. 1888 überließ Lobengula, König der Ndebele, dem britischen Kolonialisten Cecil Rhodes eine Bergbaukonzession. Im folgenden Jahr konnte Rhodes für seine British South Africa Company durch eine britische Ruling Charter Hoheitsrechte erlangen. In der Folgezeit kamen immer mehr Briten ins Land. Die Aneignung des Landes durch die Siedler wurde von der Kompanie geduldet, es kam zum Krieg mit den Ndebele und den Shona, der bis 1897 dauerte.

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