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  • John Adams – Wikipedia

    Dieser Artikel behandelt den zweiten US-amerikanischen Präsidenten. Eine Liste weiterer bekannter Personen dieses Namens ist unter John Adams (Begriffsklärung) zu finden.

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  • John Adams Dix – Wikipedia

    John Adams Dix (* 24. Juli 1798 in Boscawen, New Hampshire; † 21. April 1879 in New York City) war ein US-amerikanischer Generalmajor, Politiker, Senator und Finanzminister.

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John Adams

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John AdamsJohn Adams
Artikelgliederung
1

Einleitung

John Adams (1735-1826), erster Vizepräsident (1789-1797) und zweiter Präsident (1797-1801) der Vereinigten Staaten sowie Führer in der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung. Adams’ Präsidentschaft war geprägt von der Rivalität mit Alexander Hamilton, ebenfalls Mitglied der Partei der Föderalisten, dem Konflikt um die von der Regierung eingeleiteten Maßnahmen gegen die Opposition und von einer Krise in den amerikanisch-französischen Beziehungen.

Adams wurde am 30. Oktober 1735 in Braintree (heute Quincy, Massachusetts, USA) geboren, wo die Familie seit 1638 lebte. Er studierte am Harvard College, das er 1755 abschloss, und wurde Rechtsanwalt.

2

Vor der Revolution

Die Auseinandersetzungen zwischen Mutterland und Kolonien, die dem Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg vorausgingen, katapultierten Adams an die Spitze der Politik. In seinen Braintree Instructions (1765) rechnete er mit dem Stempelgesetz ab, und in seiner Schrift mit dem etwas befremdlich anmutenden Titel Dissertation on the Canon and Feudal Law (1765) lieferte Adams eine Analyse der moralischen und ideologischen Forderungen der Siedler, die seiner Zeit weit voraus war. Als Adams als Anwalt für einige britische Soldaten auftrat, denen der Tod von fünf Siedlern im Boston Massaker von 1770 zur Last gelegt wurde, verteidigte er sie mit dem Argument, dass ihr Einsatz von Gewalt auf Grund ihrer Angst um Leib und Leben notwendig war. In seinen unter dem Titel Novanglus (1774/75) erschienenen Essays bezog er Stellung für den Widerstand der Kolonie und vertrat den Standpunkt, dass das britische Empire nichts anderes als ein Verbund autonomer Einheiten sei. Mit dieser Interpretation griff Adams der im 19. Jahrhundert praktizierten Selbstverwaltung der britischen Besitzungen in Übersee vor.

Auf dem ersten und dem zweiten Kontinentalkongress trat Adams als leidenschaftlicher Vertreter der historischen Rechte der Engländer und der Menschenrechte auf. Zusammen mit seinem Cousin Samuel Adams bemühte er sich 1775 um die Ernennung von George Washington zum Oberbefehlshaber der neuen Kontinentalarmee. Adams wirkte maßgeblich in dem Komitee mit, das die Unabhängigkeitserklärung Amerikas ausarbeitete. Als allerdings Thomas Jefferson später behauptete, Adams hätte ihm freie Hand bei der Verfassung der Erklärung gelassen, erwiderte Adams entrüstet, dass das Dokument „ein Theater” sei, mit dem „Jefferson das Rampenlicht und allen Applaus für sich beanspruchte”. Damit begann eine jahrelange Rivalität zwischen Adams und Jefferson.

Vielleicht mehr als alle anderen führenden Patrioten seiner Zeit gab Adams der Befürchtung Ausdruck, dass er und seine Gleichgesinnten nicht die notwendige Kraft und Unvoreingenommenheit aufbringen könnten, die notwendig war, um nicht die Nerven zu verlieren und in interne Streitigkeiten zu verfallen. Sein Werk Thoughts on Government (1776), in dem er diese mahnenden Gedanken ausführte, wurde geradezu ein Handbuch für die Ausarbeitung der ersten Verfassungen in den nordamerikanischen Staaten, insbesondere für die Verfassungen von Virginia, North Carolina und Massachusetts.

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Diplomatischer Dienst und Vizepräsidentschaft

1778 entsandte der Kongress Adams und John Jay zur Unterstützung von Benjamin Franklin als diplomatische Vertreter nach Europa. Franklin blieb als amerikanischer Gesandter in Frankreich, Adams ging nach Holland mit dem Auftrag, die Verhandlungen mit Großbritannien zu eröffnen; Jay ging nach Spanien. 1782 und 1783 handelten die drei mit Großbritannien den Frieden von Paris aus, der den achtjährigen Britisch-Amerikanischen Krieg beendete.

Von 1785 bis 1788 war Adams amerikanischer Gesandter in Großbritannien; an dem gleichzeitig stattfindenden Verfassungskonvent und an den Debatten um die Ratifizierung in Nordamerika konnte er daher nicht teilnehmen. Aber er hatte bereits an der Ausarbeitung der Verfassung von Massachusetts im Jahr 1780 entscheidend mitgewirkt. Während seines Aufenthalts in London verfasste Adams das drei Bände umfassende Werk Defence of the Constitutions of Government of the United States of America. Darin bekräftigte er seine Überzeugung, dass nur eine ausdrückliche Beschränkung der staatlichen Macht und der vom Volk ausgehenden Impulse dem Bösen im Menschen und den Schwächen der Gesellschaft trotzen könne.

Bei den Präsidentschaftswahlen von 1788 und 1792 unterlag Adams Georg Washington und wurde 1789 der erste Vizepräsident des Landes. In dieser Funktion beschränkte er sich selbst auf den Senatsvorsitz.

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Die Präsidentschaft

1796 wurde Adams zum Nachfolger George Washingtons in das Amt des Präsidenten gewählt; er trug damit den Sieg über Thomas Jefferson und Thomas Pinckney davon. Der drohende Krieg mit Frankreich und die dadurch ausgelöste hitzige Debatte über die Außenpolitik und die Zulässigkeit oppositioneller Meinungen dominierten zunächst Adams’ Politik. Entfesselt wurde die Kriegshetze durch die französischen Versuche, in der so genannten XYZ-Affäre Geld von amerikanischen Abgeordneten zu erpressen, was in Amerika einen Sturm der Entrüstung hervorrief. Es gab eine Auseinandersetzung darüber, welche Präventivmaßnahmen für einen möglichen Krieg getroffen werden sollten: Adams sprach sich für den Ausbau der Flotte und die Errichtung von Küstenbefestigungen aus. Eine Gruppe Oppositioneller mit dem ehemaligen Finanzminister Alexander Hamilton an der Spitze konnte jedoch den Kongress dazu überreden, ein großes stehendes Heer mit Hamilton als Generalinspekteur aufzubauen. Da die Wahrscheinlichkeit einer französischen Invasion in die Vereinigten Staaten äußerst gering war, war klar, welches Ziel mit dieser Politik verfolgt werden sollte: Ein Heer dieser Größe und Stärke sollte die Wähler der Republikanischen Partei einschüchtern.

Die Föderalisten mit Hamilton an ihrer Spitze schürten diese Ängste noch, indem sie im Kongress die Verabschiedung von Gesetzen durchsetzten, die als Alien and Sedition Acts (Fremden- und Aufruhrgesetze) bekannt wurden. Diese Gesetze schränkten die Rechte und Privilegien von Einwanderern ein, von denen man annahm, dass es sich um potentielle Wähler der Republikaner oder schlimmer noch um französische Radikale handelte; und schriftliche Angriffe auf die Würde oder Integrität hoher Regierungsbeamter galten fortan als Aufruhr und sollten dementsprechend bestraft werden. Adams unterzeichnete diese Gesetzesvorschläge, stimmte später auch 14 Anklagen nach dem Aufruhrgesetz stillschweigend zu; er lehnte es jedoch ab, das Fremdengesetz durchzusetzen.

Eine der verhängnisvollsten Entscheidungen Adams’ war es, das von George Washington hinterlassene Kabinett zu übernehmen, da mehrere Kabinettsmitglieder Hamilton persönlich treu ergeben waren. Zusammen mit den Anhängern Hamiltons im Kongress erreichten sie die Aufstellung einer neuen Armee, die im Grund allein Hamilton unterstand.

Im Februar 1799 entsandte Adams Diplomaten nach Frankreich, um dort die Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen. Der französische Außenminister Charles Maurice de Talleyrand hatte den Vereinigten Staaten eindeutig signalisiert, dass Frankreich zum Frieden bereit sei. Als der Außenminister Timothy Pickering – ein Parteigänger Hamiltons – die Friedensmission sabotierte, entließ ihn Adams, und die beiden Staaten kamen rasch zu einer Einigung.

Die Friedensinitiative versetzte Adams in die Lage, die neue Armee wieder aufzulösen – sehr zum Ärger Hamiltons. Adams’ Außenpolitik spaltete die Föderalisten am Vorabend der Wahlen des Jahres 1800 und trug somit maßgeblich zur Wahl Thomas Jeffersons sowie zu den Siegen der Republikaner in beiden Kammern des Kongresses bei.

Nach dem Ende seiner Präsidentschaft widmete sich Adams ausgiebig seiner schriftstellerischen Tätigkeit; die Philosophie der Whigs war dabei sein Leitprinzip. Er starb am 4. Juli 1826 in Quincy (Massachusetts).

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