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Malerei

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Artikelgliederung
18.4

Abstrakte Malerei

Die abstrakte Malerei nahm ab etwa 1910 ihren Ausgangspunkt in Deutschland, den USA, Russland und den Niederlanden. Der Kubismus spielte eine tragende Rolle in dieser Entwicklung, vor allem in Russland, wo die Werke der französischen Avantgarde entweder durch Parisreisen russischer Künstler oder durch Moskauer Privatsammlungen bekannt geworden war. Unter diesem Einfluss schufen eine Reihe russischer Maler geometrisch strukturierte Kompositionen, allen voran Kasimir Malewitsch. Er nannte seine Malerei Suprematismus, während andere russische Maler, wie Alexander Rodtschenko und El Lissitzky sich als Konstruktivisten einen Namen machten. Nach seinem Kontakt mit dem Kubismus entwickelte Piet Mondrian eine Form der geometrischen Abstraktion, die als Konstruktivismus bekannt wurde. Seine Gitterbilder, die die Flächigkeit der Bildebene betonen, und seine ästhetischen Theorien waren in den dreißiger Jahren zukunftsweisend für die Entwicklung der geometrischen Abstraktion.

18.5

Dada

Während des 1. Weltkrieges schloss sich in Zürich unter dem Nonsens-Namen Dada (französisches Kinderwort für Steckenpferd) eine Gruppe von Künstlern und Intellektuellen im Protest gegen bürgerliche Wertvorstellungen und den Militarismus zusammen. Dada war eigentlich eine literarische Bewegung, die auch die Bildkünste „literarisierte”. Einer ihrer wichtigsten Vertreter war der französische Maler und Objektkünstler Marcel Duchamp mit seinen readymades, Utensilien des Alltags, die er verfremdete, und dem berühmten Anti-Bild von Leonardos Mona Lisa, die er mit Schnurr- und Spitzbart schmückte. Siehe Dadaismus

18.6

Surrealismus

Dada ist eine der Voraussetzungen des Surrealismus, dem André Breton 1924 Namen und programmatisches Manifest gab; im Zentrum der surrealistischen Bildkünste, zu denen auch das Medium des Filmes zählt, stehen das Unterbewusste und der Traum, in Parallele zur Entwicklung der Psychoanalyse. Die wichtigsten surrealistischen Maler waren Max Ernst, Salvador Dalí, Joan Miró, René Magritte und Jean Arp.

18.7

Amerikanische Malerei

Erst auf der Armory Show (1913), einer internationalen Kunstausstellung im Gebäude der Armory Hall in New York, wurden amerikanische Künstler auf die europäische Avantgarde aufmerksam. In der Auseinandersetzung mit dem Kubismus entwickelten sie einen abstrakten Stil, der den Farbrhythmus betonte, sowie einen scharf stilisierten Realismus, der die Flächenhaftigkeit des kubistischen Objekts und Bildraumes aufgreift. Herausragende Künstler dieser Richtung waren Marsden Hartley, Joseph Stella, Arthur Dove, Charles Sheeler, Georgia O’Keeffe und Stuart Davis.

In den dreißiger Jahren wandten sich andere amerikanische Künstler in einem gewissen Isolationismus gegen die europäischen Einflüsse und wandten sich einer gleichsam durch die Linse gesehenen Schilderung des amerikanischen Lebens zu. Grant Wood malte das Leben auf den Farmen des mittleren Westens, Ben Shan verlieh seinen Bildern des städtischen Lebens während der Weltwirtschaftskrise politische Aspekte, während Edward Hopper die Einsamkeit des Menschen in der Kleinstadt zum Thema seiner kontemplativen Bilder machte.

19

Malerei seit dem 2. Weltkrieg

19.1

Abstrakter Expressionismus

Auslöser für die Entstehung des Abstrakten Expressionismus, einer Bewegung, die in den vierziger und fünfziger Jahren in New York beheimatet war, waren die Surrealisten, die von Europa in die USA emigriert waren. Ihre Erforschung des Unbewussten und Maltechniken, die auf dem Zufallsprinzip beruhten, beeindruckten Jackson Pollock, Willem de Kooning, Hans Hofmann und viele andere. Diese Künstler, die von der écriture automatique des Surrealismus und vom deutschen Expressionismus herkamen, wurden als Action Painters bekannt. Bei Künstlern wie Pollock bedeutete das, dass sie Farbe auf große Leinwände am Boden aufspritzten, um so kraftvolle und dem Zufall überlassene Muster zu schaffen. Andere abstrakte Expressionisten wie Mark Rothko und Barnett Newman entwickelten die Farbfeldmalerei (Color-Field-Painting), bei der große Flächen subtil modulierter Farben auf die Leinwand aufgebracht werden.

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