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Windows Live® Suchergebnisse ManatisEnzyklopädieartikel
Manatis, drei Arten großer, im Wasser lebender Säugetiere, die auch Rundschwanzseekühe genannt werden. Der Flussmanati oder Amazonasmanati lebt im Flusssystem des Amazonas, der Nagelmanati (benannt nach den Nägeln an seinen Vordergliedmaßen) oder Karibische Manati in Zentralflorida und entlang des Golf von Mexiko sowie an der karibischen Küste, und den Westafrikanischen Manati findet man in den Flüssen des tropischen Westafrika. Manatis verlassen ihr kleines Streifgebiet, in dem sie sich von Wasserpflanzen ernähren, in der Regel nicht. Der grau bis schwarz gefärbte korpulente Körper läuft in einen abgeplatteten, abgerundeten Schwanz aus. Die vorderen Gliedmaßen sind als Flossen ausgebildet und befinden sich dicht am Kopf, hintere Gliedmaßen fehlen. Der Kopf ist klein mit gerader Schnauze, die Oberlippe ist gespalten und trägt Haarborsten. Erwachsene Tiere sind je nach Art etwa 2,5 bis 4,5 Meter lang und wiegen 200 bis 600 Kilogramm. Die Tiere leben in kleinen Familiengruppen, gelegentlich auch in Herden von 15 bis 20 Einzeltieren. Während der Trockenzeit kann man auch Gruppen von 500 bis 1 000 Manatis beobachten. Nach einer Tragzeit von etwa einem Jahr wird zumeist ein einziges rosa gefärbtes Kalb geboren. Der Nagelmanati kann vermutlich 60 bis 70 Jahre alt werden. Der Bestand an Manatis ist durch intensive Bejagung zurückgegangen; die Tiere sind wegen ihrer Haut, ihres Fleisches und Tranes sehr begehrt. Gefährdet sind die Tiere aber auch durch Motorboote, die ihnen Verletzungen zufügen. In einigen Ländern, beispielsweise in den USA, stehen Manatis unter Naturschutz – nicht zuletzt deshalb, weil sie Bewässerungskanäle und Wasserwege offen halten, die leicht mit Wasserpflanzen zuwachsen. Siehe auch Dugongs. Systematische Einordnung: Manatis bilden die Familie Trichechidae der Ordnung Sirenia. Der Flussmanati heißt wissenschaftlich Trichechus inunguis, der Nagelmanati Trichechus manatus und der Westafrikanische Manati Trichechus senegalensis.
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