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Medici

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Botticelli: Die Anbetung der Könige (um 1476 bis 1477, Uffizien, Florenz)Botticelli: Die Anbetung der Könige (um 1476 bis 1477, Uffizien, Florenz)

Medici, florentinische Bankiersfamilie, die ab dem 15. Jahrhundert bis zu ihrem Erlöschen 1737 faktisch Florenz bzw. die Toskana beherrschte. Die Medici sind seit dem frühen 13. Jahrhundert als Händler und Bankiers in Florenz bezeugt und seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts auch in öffentlichen Ämtern der Stadt. Weit reichende Handelsverbindungen und Geldgeschäfte in ganz Europa machten die Medici zu einer der reichsten Familien im Italien des 15. Jahrhunderts.

Unter seinem ersten namhaften Vertreter, Giovanni di Bicci (1360-1429), stieg das Haus Medici zum Bankhaus der Kurie auf und wurde in Florenz zu einer nicht zu übergehenden Macht, die geschickt zwischen altem Adel und dem Volk lavierte. Giovannis Sohn Cosimo de’ Medici, genannt Cosimo der Alte (1389-1464), übernahm 1434, ohne ein offizielles Amt innezuhaben, praktisch die Herrschaft in Florenz und wurde zum wohl reichsten Mann Italiens. Unter seinem Enkel Lorenzo dem Prächtigen (1449-1492) stieg Florenz zur politisch und kulturell führenden Macht in Italien auf. Lorenzos zweiter Sohn Giovanni wurde 1513 als Leo X. zum Papst gewählt; 1523 kam mit Klemens VII., einem Vetter Giovannis, ein weiterer Medici auf den Stuhl Petri. Lorenzos ältester Sohn Piero der Unglückliche (1472-1503) wurde 1494 von Savonarola aus der Stadt vertrieben; die Medici konnten sich erst 1512 unter Pieros Sohn Lorenzo (1492-1519), der 1516 von seinem Onkel Leo X. zum Herzog von Urbino ernannt wurde, wieder in Florenz etablieren. 1527 wurden die Medici erneut aus Florenz vertrieben, konnten aber 1530 mit Hilfe Kaiser Karls V. wieder zurückkehren. Lorenzos Sohn Alessandro (1511-1537) wurde 1532 von Karl V. zum Herzog von Florenz erhoben, und 1533 heiratete Alessandros Schwester Katharina König Heinrich II. von Frankreich. 1537 wurde Alessandro von Lorenzino aus der jüngeren Linie der Medici ermordet; damit erlosch die ältere Linie. Alessandros Nachfolge in Florenz übernahm Cosimo I. (1519-1574) aus der jüngeren Linie; er wurde 1569 von Papst Pius IV. zum Großherzog der Toskana erhoben, und Kaiser Maximilian II. bestätigte Cosimos Sohn und Nachfolger Francesco (1541-1587) den Titel eines Großherzogs. Francesco war mit Maximilians Schwester Johanna verheiratet, und ihre Tochter Maria heiratete 1600 König Heinrich IV. von Frankreich. Francescos Nachfolge übernahm sein Bruder Ferdinand (1549-1609). Die jüngere Linie erlosch 1737 mit Francescos Ururenkel Gian Gastone. Die Toskana fiel an Herzog Franz Stephan von Lothringen, den Gatten Maria Theresias. Den Kunstbesitz der Medici schenkte Gian Gastones Schwester der Stadt Florenz.

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