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    Federn (lat. Pennae, Singular Penna) sind auf der Außenhaut der Vögel wachsende, im fertigen Zustand leblose Gebilde aus Keratin, die die wesentliche äußere Hülle, das Gefieder ...

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Federn

Enzyklopädieartikel
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Kleiner ParadiesvogelKleiner Paradiesvogel
Artikelgliederung
1

Einleitung

Federn, Hautauswüchse aus Horn, die nur bei Vögeln vorkommen und stammesgeschichtlich von den Schuppen der Reptilien abgeleitet sind. Federn dienen dem Schutz gegen Wasser und Kälte, ermöglichen das Fliegen und lassen oftmals das Geschlecht des Vogels erkennen.

2

Aufbau und Aussehen

Eine Feder besteht aus zwei Hauptteilen: der Federachse, einem zentralen röhrenartigen Gebilde, und den Federästen, die seitlich von der Achse abzweigen. Die Achse besteht aus einem nackten, hohlen Abschnitt, dem Federkiel, und einem asttragenden, massiven Teil, dem Schaft. Die Basis des Kieles steckt in einem kleinen Hautbeutel, dem Federbalg, und hat eine kleine Öffnung für den Eintritt der Pulpa, durch welche die Feder während des Wachstums ernährt wird. Die Federäste sind durch kleinere Seitenäste, Bogenstrahlen und Hakenstrahlen, miteinander verbunden, welche selbst noch einmal übereinandergreifen können. Alle Äste zusammen bilden die Federfahne.

Die auffälligsten Federn sind die Kontur- oder Umrissfedern, welche die großen Federn an Flügeln und Schwanz bilden. Ein anderer Federtyp, die Daunen oder Flaumfedern, sind locker und weich. Um den Ansatz der Konturfedern herum finden sich kleine Büschel eines dritten Federtyps, der Faden- oder Haarfedern, kleine, einfache, haarartige Federn mit langem Schaft und weitgehend rückgebildeten Ästen. Puderdaunen sind verkümmerte Federn, die austrocknen und in ein trockenes, wachsartiges Puder zerfallen, das sich über das ganze übrige Gefieder verteilt.

Die Federn eines männlichen Vogels können sich farblich und strukturell von denen eines Weibchens derselben Art erheblich unterscheiden. Diese Unterschiede werden in erster Linie durch Sexualhormone verursacht, die in Hoden beziehungsweise Eierstöcken produziert werden. Besonders komplizierte Federn wie die der Pfauen entwickelten sich in der Evolution aufgrund von Vorlieben der Weibchen bei der Partnerwahl, dies nennt man sexuelle Selektion.

3

Nutzung durch den Menschen

Vom Menschen werden Federn im Wesentlichen auf drei Arten verwendet: als Schreibgeräte, zum Polstern beziehungsweise als Bettfedern und als Verzierungen an Kleidungsstücken. Die Nachfrage nach Federn zu dekorativen Zwecken führte dazu, dass frei lebende Vögel in riesiger Zahl getötet und mehrere Arten dadurch vollständig oder nahezu ausgerottet wurden.

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