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  • Heroin – Wikipedia

    Das Heroin (griech. weibliches Kunstwort ἡρωίνη – vergleiche Heros – „der Held“) chemisch Diacetylmorphin oder Diamorphin (DAM), ist ein halbsynthetisches, stark ...

  • Heroin

    Heroin ist eines der schlimmsten Rauschgifte der "alten Klasse". Seine extreme Wirkung wird inzwischen leider durch eine Vielzahl von Designerdrogen übertroffen.

  • Heroin

    Heroin Namen: Shore, Gift. Beschreibung: Heroin gehört zu der Gruppe der Opiaten. Das di-acetyl-morphin wird aus der Opiumrohmasse gewonnen.

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Heroin

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Heroin (nach griechisch hérōs: Held; hier im Sinn von stark, kräftig), aus Opium hergestelltes, von anderen Alkaloiden gereinigtes Acetylderivat (siehe Essigsäure) des Morphins, das als stark wirkendes, schwerste Abhängigkeit erzeugendes Suchtmittel missbraucht wird.

Das 1898 entdeckte Heroin wurde zunächst als Schmerzmittel bei Operationen und Atemwegserkrankungen eingesetzt, da man seine extrem suchterzeugende Wirkung nicht erkannte. Es zeigte sich jedoch, dass Heroin nicht nur stärker wirkte als Morphin, sondern auch eine noch erheblich größere Abhängigkeit hervorrief. Da Heroin keinen Rausch erzeugt, gilt es nicht als Rauschmittel, sondern als Betäubungsmittel und unterliegt als solches dem Betäubungsmittelgesetz; der medizinische Einsatz von Heroin ist verboten.

Heroin (im Szenejargon mit englischer Aussprache H genannt) besteht aus weißen Kristallplättchen. Es wird von Abhängigen (Szenejargon Fixer) zumeist intravenös (in eine Vene) gespritzt, gelegentlich auch geraucht, inhaliert oder geschnupft. Für Injektionen wird das kristalline Pulver in einem Löffel mit Citronensäure und Wasser vermischt und so lange erhitzt, bis sich eine braune Flüssigkeit bildet, die durch einen Filter (z. B. einen Wattebausch aus Baumwolle) in die Spritze gezogen und dann in eine Vene injiziert wird. Zum (nicht weniger suchterzeugenden) Inhalieren werden die Kristalle auf Alufolie erhitzt, und der aufsteigende Dampf wird eingeatmet.

Das lipidlösliche Heroin passiert leicht die Blut-Hirn-Schranke und verwandelt sich im Gehirn in Morphin. Die schnelle Anreicherung im Gehirn wirkt zunächst anregend und euphorisierend (wegen des plötzlichen Eintretens als Kick oder Flash bezeichnet), hat dann eine sedative (beruhigende) Wirkung und führt zu Lethargie, Enthemmung und Willenlosigkeit. Heroin hat außerdem einen stark analgetischen (Schmerz lindernden) Effekt und bewirkt eine Atemdepression, wobei das Atemzentrum beeinträchtigt ist, die Atemzüge deshalb flacher werden und ganz aussetzen können. Körperliche Abhängigkeit tritt zumeist nach wenigen Injektionen ein, da der Stoffwechsel umgehend auf die Heroinzufuhr eingestellt wird.

Um den euphorisierenden Effekt aufrechtzuerhalten, muss die Dosis mit dem Risiko einer tödlichen Überdosierung bald auf mehr als ein Gramm gesteigert werden. Bei Überdosierung kann es zum Tod durch Hirnschwellung, Blutstau in der Lunge oder Atemstillstand (siehe Apnoe) kommen. Der Schwarzmarktpreis für die von einem Abhängigen täglich benötigte Heroinmenge beträgt 30 bis 80 Euro. Entzugserscheinungen beginnen bereits nach ungefähr zwölf Stunden. Bei längerer Abhängigkeit tritt körperlicher und geistiger Verfall ein, einschließlich Abmagerung, Darmstörungen (vor allem Verstopfung), Potenzschwäche bzw. Ausbleiben der Menstruation, Intelligenzverlust und Abbau der Persönlichkeit; soziale Bindungen werden aufgegeben. Giftige Streckmittel im Heroin können Leberschäden zur Folge haben; der Gebrauch kontaminierter Spritzen kann zu einer Hepatitis- oder HIV-Infektion führen.

Zu den beim äußerst qualvollen Heroinentzug (Szenejargon cold turkey, wegen der „Gänsehaut” durch starkes Frösteln) auftretenden Symptomen zählen heftige Schmerzen, Schweißausbrüche, Schwindel, Unruhe, Erbrechen, Durchfall, Anstieg des Blutdrucks und Schlaflosigkeit. Diese Symptome erreichen anderthalb bis drei Tage nach dem Beginn des Entzugs ihren Höhepunkt. Da Abhängige die Entzugserscheinungen um jeden Preis zu verhindern suchen, beschaffen sie sich das Geld für die Droge, die oft gefährlich verunreinigt angeboten wird, häufig durch kriminelle Handlungen (Beschaffungskriminalität) oder Prostitution.

In Deutschland leben nach Angaben von 2002 etwa 120 000 bis 150 000 Heroinkonsumenten. Eine medikamentöse Therapie, bei der auch die (allerdings ebenfalls suchterzeugende) Ersatzdroge Methadon eingesetzt werden kann, wird zumeist stationär durchgeführt; sie umfasst zudem psychologische und soziale Betreuung. In Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden gibt es so genannte Fixerstuben. Hier erhalten Süchtige kontrolliert Heroin oder Methadon, um sie aus dem kriminellen Milieu lösen zu können, zu beraten und die Infektionsgefahr durch gebrauchte Spritzen zu vermeiden. Die Rückfallquote bei Heroin- bzw. Morphinabhängigkeit ist hoch.

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