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Windows Live® Suchergebnisse KokainEnzyklopädieartikel
Kokain, Alkaloid aus den Blättern des Kokastrauches, das die typischen Eigenschaften eines Lokalanästhetikums besitzt. Es ist ein Sucht erzeugendes Rausch- und Betäubungsmittel. Die älteste Form des Kokaingebrauchs ist das Kauen von Kokain und vor allem von den Indianern Südamerikas bekannt. Kokain wirkt auf das vegetative Nervensystem, es erhöht Blutdruck und Puls und steigert die Wachheit und Aufmerksamkeit. Es wirkt leistungssteigernd und äußert sich in Form von Euphorie und Halluzinationen. Außerdem betäubt es beim Menschen das Hungerzentrum. Als Medikament wurde Kokain erstmals 1855 isoliert und zur lokalen Betäubung bei kleineren Operationen eingesetzt. Heute wird Kokain als Lokalanästhetikum jedoch kaum noch verwendet. Stattdessen werden synthetische Anästhetika eingesetzt, beispielsweise Lidocain, das keine Rauschwirkung zeigt. Kokain war schon seit langem als Sucht auslösendes Mittel bekannt, als es Ende der siebziger und in den achtziger Jahren in Mode kam. Die verbreitetste Einnahmeform ist das Schnupfen in Form von Kokain-Hydrochlorid, einem wasserlöslichen Salz. Seltener wird es in die Vene injiziert. Die Droge kann in gereinigter Form auch mit einer Wasserpfeife oder als in Kügelchen gepresstes Konzentrat geraucht werden. Bei einer Einnahme in höheren Dosen steigert die Droge Herzfrequenz und Blutdruck und führt zu einer Erweiterung der Pupillen. Regelmäßiger Konsum führt zu Schlaf- und Appetitlosigkeit sowie einer Schädigung des Nervensystems. Zu den negativen psychischen Auswirkungen zählen extreme Ruhelosigkeit, Angstzustände, Reizbarkeit und Wahnvorstellungen. In seltenen Fällen führt die Einnahme von Kokain zum Tod durch Herzversagen. Wie US-amerikanische Wissenschaftler 2001 in den Proceedings of the National Academy of Science berichteten, beruht die Suchtwirkung von Kokain darauf, dass die Droge nicht nur den Rezeptor des Neurotransmitters Dopamin, sondern auch den des Neurotransmitters Serotonin blockiert. Werden im Tierversuch Transportproteine (Carrier) inaktiviert, die Dopamin und Serotonin durch Membranen schleusen, kommt es zu einer Reduzierung der Kokainwirkung.
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