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Haïti

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Haïti (Flagge und Hymne)Haïti (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
1

Einleitung

Haïti, Republik der Westindischen Inseln, umfasst das westliche Drittel der Insel Hispaniola. Haïti wird im Norden vom Atlantischen Ozean, im Osten von der Dominikanischen Republik, im Süden vom Karibischen Meer und im Westen von der Windward Passage begrenzt. Die Fläche des Landes beträgt 27 750 Quadratkilometer, die Hauptstadt ist Port-au-Prince.

2

Land

Haïti besteht aus zwei Halbinseln, die vom Golfe de la Gonâve getrennt werden. Das Land wird von Gebirgszügen dominiert, die von zahlreichen, meist engen Tälern durchzogen werden. Höchste Erhebung ist der im Südosten des Landes gelegene Pic la Selle mit 2 680 Metern.

Die Küste ist stark zerklüftet, so dass es zahlreiche natürliche Häfen gibt. Die Küstenlänge beträgt insgesamt 1 770 Kilometer. Längster Fluss ist der in Teilen schiffbare Artibonite mit 170 Kilometern. Mit einer Fläche von 160 Quadratkilometern ist der Salzsee Étang Saumâtre größter See des Landes. Im Bereich von Haïti ist die Erdkruste tektonisch labil, von Zeit zu Zeit ereignen sich Erdbeben.

2.1

Klima

In Haïti herrscht randtropisches Klima, das vom Nordostpassat beeinflusst wird. An der Luvseite der Gebirge betragen die Jahresniederschläge mehr als 2 000 Millimeter, während in windgeschützten Niederungen 600 Millimeter unterschritten werden können. Der überwiegende Teil der Niederschläge fällt im Sommer. Die mittleren Jahrestemperaturen liegen im Küstentiefland zwischen 25 und 28 °C. Haïti wird gelegentlich von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht.

2.2

Flora und Fauna

Die ursprüngliche Vegetation Haïtis, immergrüne Regen- und Bergwälder sowie regengrüne Wälder und Savannen, wurde durch land- und forstwirtschaftliche Nutzung stark reduziert. Derzeit sind jedoch nur noch etwa 3,8 Prozent (2005) der Landesfläche bewaldet. Pinienwälder finden sich in den höheren Bergregionen, vereinzelte Zedern-, Mahagoni- und Eichenbestände in den Tälern. In den Trockenregionen im Regenschatten der Gebirge gedeihen sukkulente Pflanzen und Dornstrauchvegetation. Zur Flora zählen neben zahlreichen Orchideenarten auch Orangen-, Brotfrucht- und Mangobäume. Auf Hispaniola gibt es über 5 600 Pflanzenarten, von denen 36 Prozent endemisch sind.

Im Faunabereich sind zwei Säugetierarten auf der Insel endemisch: der Dominikanische Schlitzrüssler (ein Insektenfresser) und das Zaguti (ein Nagetier). Die Avifauna (Vogelwelt) wird u. a. durch Rosentrogon, Schwarzkappen-Sturmtaucher und Wanderfalke repräsentiert. Zur Reptilienfauna gehören Krokodile und Leguane. Giftschlangen gibt es hier nicht.

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