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Windows Live® Suchergebnisse Kurt LewinEnzyklopädieartikel
Kurt Lewin (1890-1947), deutsch-amerikanischer Psychologe. Lewin wurde am 9. September 1890 im polnischen Mogilno (nahe Posen) geboren. Er studierte an den Universitäten Freiburg im Breisgau, München und Berlin. Als Professor der Berliner Universität (ab 1921) leistete Lewin einen bedeutenden Beitrag zur Gestaltpsychologie. Anlässlich der nationalsozialistischen Machtergreifung emigrierte er 1933 in die Vereinigten Staaten, wo er – zunächst als Gastprofessor – an Universitäten in Stanford, Cornell und Iowa lehrte. Zuletzt war er Direktor des Research Center for Group Dynamics am Massachusetts Institute of Technology (ab 1944). Bei seiner Forschungsarbeit untersuchte er Motivationsprobleme von Individuen und Gruppen; daneben betrieb er auch Studien zur kindlichen Entwicklung und zu Persönlichkeitsmerkmalen. Von Bedeutung ist insbesondere seine Feldtheorie (auch topologische Psychologie genannt, in Anlehnung an den Fachbegriff aus der Geometrie), die äußere Ereignisse und inneres Erleben als Vektoren in einem psychologischen Raum definiert (Siehe auch Vektorpsychologie). Verhalten ist demnach zielgerichtet und führt zu (symbolischen oder realen) Bewegungen in diesem Raum. Lewins Arbeit hat die moderne psychologische Forschung stark beeinflusst. Zu seinen Büchern zählen u. a. A Dynamic Theory of Personality (1935 übersetzt), The Conceptual Representation and Measurement of Psychological Forces (1938) und Resolving Social Conflicts (1947; Die Lösung sozialer Konflikte, 1953). Lewin starb am 12. Februar 1947 in Newtonville (Massachusetts).
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