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Windows Live® Suchergebnisse KamerunEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildungswesen; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
Kamerun, Staat im Westen Zentralafrikas. Das Staatsgebiet grenzt im Norden an den Tschadsee, im Osten an Tschad und an die Zentralafrikanische Republik, im Süden an die Republik Kongo, Gabun und Äquatorialguinea und im Westen an den Golf von Guinea und an Nigeria. Kamerun liegt im Übergangsbereich zwischen West- und Zentralafrika. Kamerun hat eine Gesamtfläche von 475 442 Quadratkilometern. Die Hauptstadt des Landes ist Yaoundé.
Kamerun kann in vier Landschaftsräume untergliedert werden. Die Küstenebene im Süden des Landes ist von dichten tropischen Regenwäldern bedeckt. Im Zentrum liegt das Hochland von Adamaoua, das sich bis auf rund 1 400 Meter über dem Meeresspiegel erhebt. In diesem Gebiet geht der Regenwald in die den Norden des Landes bedeckende Savanne über. Im äußersten Norden löst das den Tschadsee umgebende Sumpfland allmählich die Savanne ab. Im Westen des Landes liegt ein Gebirgsmassiv, das aus hohen bewaldeten Bergen vulkanischen Ursprungs besteht. Die höchste Erhebung ist der Kamerunberg, ein tätiger Vulkan, der mit 4 095 Metern der höchste Berg Westafrikas ist. Hier findet man auch die fruchtbarsten Böden des Landes. Im West-Kameruner Bergland, unweit der Grenze zu Nigeria, liegt auch der vulkanische See Nyos, wo 1986 die Freisetzung einer giftigen Mischung aus Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff, die sich unter dem Grund des Sees gebildet hatte, 2 000 Menschen das Leben kostete. Im März 1995 wurden Arbeiten zur Verhinderung einer erneuten Gasentwicklung eingeleitet. Zu den größeren Flüssen gehören Sanaga und Nyong, die Richtung Westen in den Atlantik fließen, während Mbéré und Logone aus den zentralen Hochländern Richtung Norden fließen und in den Tschadsee münden. Ein ganzes Netz von Wasserläufen, darunter der Fluss Benue, verbindet das Land mit dem großen Fluss-System des Nigers im Osten und Norden.
Kamerun liegt im Bereich des äquatorialen Regenklimas. Im Süden ist es sehr feucht, Richtung Norden wird es jedoch zunehmend trockener. An der Küste liegt die Jahresniederschlagsmenge bei 3 900 Millimetern. Auf den exponierten Hängen des West-Kameruner Berglandes sind die Regenfälle konstant und erreichen jährlich bis zu 10 200 Millimeter. In den semiariden Gebieten im Nordwesten des Landes liegt der Jahresniederschlag dagegen nur bei 380 Millimetern. Die Trockenzeit im Norden dauert von Oktober bis April. Die mittlere Temperatur liegt im Süden bei 25 °C, im Hochland bei 21,1 °C und im Norden bei 32,2 °C.
44,7 Prozent (2005) der Fläche des Landes sind bewaldet, doch wurden allein zwischen 1990 und 1995 etwa 646 000 Hektar Wald gerodet. In den dichten Regenwäldern Kameruns wächst eine Vielzahl von Baumarten, darunter Ölpalmen, Mahagoni, Teak, Ebenholzgewächse und Kautschukbäume. Zur artenreichen Tierwelt gehören Schimpansen, Gorillas, Antilopen, Löwen und Elefanten. Die Regierung Kameruns hat insgesamt 37 410 Quadratkilometer (2004) der Landesfläche unter Schutz gestellt. Hierzu zählen auch die 5 260 Quadratkilometer, die das Dja-Tierreservat einnimmt, das 1987 zum Weltnaturerbe erklärt wurde.
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