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KamerunEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildungswesen; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
Kamerun hat etwa 18,5 Millionen Einwohner (2008), woraus sich eine Bevölkerungsdichte von 39 Einwohnern pro Quadratkilometer ergibt. In Kamerun leben Angehörige von rund 140 ethnischen Gruppen, die insgesamt etwa 24 Sprachen sprechen. Zu den zahlenmäßig bedeutenden Gruppen gehören die Bamileke, ein eine Bantusprache sprechendes Volk aus Mittelkamerun, und die Fulbe, ein dem islamischen Glauben angehörendes Volk im Norden. Die Bevölkerung ist sehr ungleichmäßig verteilt; Hauptsiedlungsräume sind die südlichen Landesteile, wo sich die größten Städte befinden, das West-Kameruner Bergland und die Savannengebiete des Nordens. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt für Männer bei 52,5 Jahren, für Frauen bei 54,1 Jahren (2008). Einer der Gründe für die niedrige Lebenserwartung und die hohe Kindersterblichkeitsrate ist die Malaria, deren weite Verbreitung u. a. mit dem Wasserreichtum des Landes zusammenhängt.
Yaoundé (1,62 Million Einwohner) ist das Haupthandelszentrum und zugleich die Hauptstadt des Landes. Douala (1,49 Millionen) am Golf von Guinea ist die wichtigste Hafenstadt des Landes. Weitere bedeutende Städte sind Nkongsamba (130 000), Maroua (140 000), Bafoussam (120 000) und Foumban (50 100).
Die Amtssprachen sind Französisch und Englisch, wobei Französisch vorherrscht; Englisch ist vorwiegend auf den Westen des Landes begrenzt. Keine der Regionalsprachen ist so weit verbreitet, dass sie den Status einer offiziellen Sprache erlangen konnte. Einige Sprachen sind jedoch regional von zentraler Bedeutung. So dient beispielsweise im Norden Fulfulde als wichtigste Verkehrssprache, während in der Region um die Landeshauptstadt Ewondo die dominante Sprache ist und die Bevölkerung an der Küste sich vor allem auf Douala stützt.
Rund ein Viertel der Bevölkerung sind Anhänger traditioneller Religionen, 22 Prozent sind Muslime, und die übrigen Bewohner bekennen sich zum Christentum (33 Prozent Katholiken, 17 Prozent Protestanten). Im Norden des Landes herrscht der Islam vor, im Süden des Landes das Christentum.
Die Nationalfeiertage in Kamerun umfassen Neujahr (1. Januar), den Tag der Jugend (11. Februar), den Tag der Arbeit (1. Mai) und den Tag der Vereinigung (20. Mai). Der Tag der Vereinigung erinnert an die Zusammenführung der französischen und britischen Gebiete im Jahr 1972. Einige religiöse Feiertage wurden landesweit anerkannt, so auch die christlichen Feiertage an Ostern, Mariä Himmelfahrt (15. August) und Weihnachten (25. Dezember). Für die muslimische Bevölkerung sind von zentraler Bedeutung das drei Tage dauernde Festmahl zur Feier der Beendigung des Fastenmonats Ramadan und die Fête de mouton (Fest des Lammes), die genau 40 Tage später im Gedenken an Abrahams Bereitschaft, seinen Sohn zu opfern, stattfindet. Der Evamalunga-Tag (8. September) ist ein Festtag des Dankes, den die christliche Bevölkerung feiert.
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