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KamerunEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildungswesen; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
In Kameruns Sekundarschulen und technischen Ausbildungsgängen herrscht das französische Modell des Bildungswesens vor. Missionsschulen spielen eine wichtige Rolle im Erziehungswesen und werden teilweise staatlich unterstützt. Die 1962 gegründete Universität Yaoundé besitzt Fakultäten für Rechtswissenschaft, Kunst und Naturwissenschaften. Nach Schätzungen liegt der Alphabetisierungsgrad bei 81,1 Prozent (2005).
Nach der 1972 in Kraft getretenen und seither mehrfach geänderten Verfassung ist Kamerun eine Präsidialrepublik. Das Land ist zwar auch seit der grundlegenden Verfassungsänderung von 1996 weiterhin ein Einheitsstaat, tendiert aber zu einer stärkeren Dezentralisierung.
Staatsoberhaupt und zugleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der Präsident, der vom Volk für eine Amtszeit von sieben Jahren gewählt wird (einmalige Wiederwahl möglich). Der Präsident ernennt den Ministerpräsidenten und auf dessen Vorschlag die übrigen Minister. Ministerpräsident und Minister sind dem Präsidenten verantwortlich.
Oberstes Legislativorgan ist das Parlament (Nationalversammlung), dem 180 für fünf Jahre gewählte Abgeordnete angehören. Die Verfassungsänderung von 1996 sieht auch eine zweite Kammer vor, den Senat.
Das Rechtswesen Kameruns ist weitgehend nach französischem Muster aufgebaut und durch Elemente aus dem britischen Rechtssystem ergänzt. Das höchste Gericht ist der Oberste Gerichtshof, dem Berufungsgerichte, regional zuständige Gerichte und Magistratsgerichte untergeordnet sind.
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