![]() |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Seite 4 von 6
KamerunEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Physische Geographie; Bevölkerung; Bildungswesen; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Geschichte
Bis zur Zulassung von Oppositionsparteien 1990 war die regierende Partei Rassemblement Démocratique du Peuple Camerounais (RDPC) Einheitspartei, blieb aber auch nach der Einführung des Mehrparteiensystems die dominierende Kraft in Kamerun. Stärkste Oppositionsparteien sind die anglophone Social Democratic Front (SDF; Sozialdemokratische Front), die Union Nationale pour la Démocratie et le Progrès (UNDP; Nationale Union für Demokratie und Fortschritt) und die Union Démocratique Camérounais (UDC; Demokratische Union Kameruns).
Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Erdölindustrie und die Landwirtschaft. Weil aber die Erdölvorkommen des Landes als nahezu erschöpft gelten, versucht Kamerun andere Ressourcen wie etwa Bauxit, andere Erze oder Erdgas stärker als zuvor wirtschaftlich zu nutzen. Die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) empfohlenen Sanierungsmaßnahmen sehen u. a. eine umfassende Privatisierung vor. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 18 323 Millionen US-Dollar (2006)
In größeren Landwirtschaftsbetrieben werden für den Export vor allem Baumwolle, Kakao, Kaffee und Kautschuk angebaut. Die Mehrheit der Bevölkerung Kameruns lebt jedoch als Kleinbauern von der Landwirtschaft und betreibt Subsistenzwirtschaft. Zu den Feldfrüchten zählen u. a. Kochbananen, Yams, Erdnüsse, Maniok, Mais, Sorghum (siehe Mohrenhirse), Reis und Süßkartoffeln. Der Viehbestand umfasst vor allem Rinder, Ziegen, Schafe und Geflügel; Schweine werden nur in den nichtmuslimischen Gebieten gehalten. Weil die Landwirtschaft den Eigenbedarf nicht decken kann, ist Kamerun auf Nahrungsmittelimporte angewiesen.
Von den rund 300 Tropenholzarten, die in den Wäldern Kameruns wachsen, werden etwa 30 wirtschaftlich genutzt; Edelhölzer wie Mahagoni, Ebenholz und Teak gehen vor allem in den Export, der überwiegende Teil des gesamten Holzeinschlags wird als Brennholz verwendet. In Kamerun wird sowohl Fischfang in den Binnengewässern als auch Hochseefischerei betrieben, Letztere meist vom Hafen Douala aus. Dabei erschweren Streitigkeiten um die Fangzonen mit den Nachbarländern Nigeria, Äquatorialguinea und teilweise auch mit Gabun die Fischerei in Küstennähe. Trotzdem stammt ein Großteil der Fangmenge aus dem Meer und nur etwa ein Viertel aus Binnengewässern. Der Fang ist sowohl für den Eigenbedarf als auch für den Export bestimmt.
Kamerun verfügt über einige Bodenschätze wie etwa Erdöl, Erdgas, Bauxit, Eisen-, Cobalt-, Zinn- und Uranerze sowie Gold. Vor allem die Förderung von Erdöl erlangte große gesamtwirtschaftliche Bedeutung; so machte Erdöl zeitweise fast die Hälfte des Exportvolumens aus. Allerdings gelten die untermeerischen Vorkommen vor der Küste Kameruns als weitgehend erschöpft. Erdgas wurde im Umland von Douala gefunden, aber noch wenig genutzt. Vielversprechend erscheint die Aluminiumherstellung, zumal im Norden des Landes ergiebige Bauxitlagerstätten nachgewiesen werden konnten. Eines der größten Industrieunternehmen Kameruns ist die Aluminiumhütte in Edéa. Andere Rohstoffe wie Gold oder Zinn werden in kleinem Umfang abgebaut. Weitere bedeutende Industriezweige sind die Holz- und Textilindustrie, ferner die Verarbeitung von Agrarprodukten sowie die Herstellung von Düngemitteln und Zement. Der Großteil der benötigten Energie wird in Wasserkraftwerken gewonnen.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |