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Bahamas (offizieller Name: The Commonwealth of the Bahamas), unabhängiger Staat der Westindischen Inseln und Mitglied des Commonwealth of Nations.
Die Bahamas umfassen einen Archipel, der sich über etwa 1 200 Kilometer ausdehnt und eine Fläche von 13 939 Quadratkilometern umfasst. Er besteht aus etwa 700 Inseln und fast 2 400 Sandbänken und Felsen. Die Bahamas beginnen südöstlich von Palm Beach in Florida und enden östlich von Kuba. Die Biminis, die westlichsten Inseln des Archipels, liegen etwa 97 Kilometer östlich von Miami. Das Klima ist subtropisch, im Herbst treten Wirbelstürme auf. Die Vegetation besteht aus Kiefernwäldern, verschiedenen Gebüschformationen und Mangrovensümpfen. Auf den Inseln des Archipels existiert eine artenreiche Vogelwelt, einschließlich Kolibris, Papageien und Flamingos; in den Küstengewässern leben Delphine, Schildkröten, Korallenfische und Haie. Aufgrund des Tourismus leiden die Inseln unter extremer Bebauung, starkem Schiffsverkehr, enormem Abfallaufkommen und weiteren ökologischen Problemen. Zwischen 1990 und 1995 wurden über 12 Prozent der bewaldeten Flächen auf den Bahamas gerodet. Die steigende Zahl an Schnorchlern und Tauchern richtet erheblichen Schaden in den berühmten Korallenriffen der Inseln an, ebenso der kommerzielle Fischfang: Beim Fang von Schalentieren wird der Meeresboden aufgewirbelt, so dass große Sedimentmengen die Korallen ersticken. 0,95 Prozent (2007) der Landesflächen sind als Nationalparks ausgewiesen.
Nur etwa 40 Inseln sind bewohnt. New Providence ist das wirtschaftliche Zentrum, und über die Hälfte der Bevölkerung, von denen etwa 85 Prozent Schwarze sind, leben hier. Andere wichtige Inseln sind: Acklins, Andros, Cat, Crooked, Eleuthera, Grand Bahama, Great Abaco, Great Inagua, Harbour, Long, Mayaguana und San Salvador (Watlings-Insel). Die Einwohnerzahl der Bahamas beträgt etwa 307 000 (2008). Die Inseln haben eine Fläche von 13 939 Quadratkilometern. 2003 hatte die Hauptstadt Nassau auf New Providence etwa 222 000 Einwohner. Die einzige weitere große Stadt ist Freeport mit etwa 26 600 Einwohnern (1990) auf Grand Bahama. Amtssprache der Bahamas ist Englisch.
Nach der Verfassung von 1973 sind die Bahamas eine parlamentarische Monarchie im Commonwealth of Nations. Der Staat gliedert sich verwaltungsmäßig in 18 Distrikte. Staatsoberhaupt ist formell die britische Königin, die durch einen von ihr ernannten Generalgouverneur vertreten wird. Die Legislative setzt sich aus dem Abgeordnetenhaus und dem Senat zusammen. Die 40 Mitglieder des Abgeordnetenhauses werden für eine Amtszeit von fünf Jahren direkt vom Volk gewählt, die 16 Senatoren werden vom Generalgouverneur ernannt. Die Exekutive wird von der Regierung ausgeübt, an deren Spitze der Premierminister steht. Der Regierung gehören außerdem mindestens acht Minister an. Wichtigste Parteien sind die Progressive Liberal Party (PLP) und das Free National Movement (FNM).
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