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Ngo Dinh Diem

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Ngo Dinh DiemNgo Dinh Diem

Ngo Dinh Diem (1901-1963), vietnamesischer Politiker, Ministerpräsident (1954/55) und Staatspräsident von Südvietnam (1955-1963). Ngo Dinh Diem wurde am 3. Januar 1901 in Kwang Binh (Annam) geboren. In den dreißiger Jahren war er unter Bao Dai Innenminister, legte aber sein Amt nieder, als die französische Kolonialverwaltung Reformen in Vietnam ablehnte. Nach dem 2. Weltkrieg sprach er sich sowohl gegen eine Zusammenarbeit mit den Japanern und den Franzosen, wie auch mit den kommunistischen Vietminh unter Ho Chi Minh aus. 1950 ging er ins Ausland und verbrachte die folgenden Jahre in den USA und Europa. Nach der Teilung Vietnams 1954 kehrte Diem als Ministerpräsident in Bao Dais Regierung nach Südvietnam zurück. 1955 entmachtete er Bao Dai, erklärte Südvietnam zur Republik und wurde Staatspräsident. Mit Unterstützung der Vereinigten Staaten lehnte er die in Genf 1954 beschlossene Volksabstimmung über eine Wiedervereinigung des Landes ab und errichtete – auch in Reaktion auf den wachsenden Guerillawiderstand des von Nordvietnam unterstützten Vietcong – ein zunehmend diktatorisches Regime. Dabei stützte er sich vor allem auf die katholische Minderheit im Lande, während er gleichzeitig die buddhistische Mehrheit teilweise rigoros unterdrückte, und verschaffte zahlreichen Mitgliedern seiner Familie führende und einflussreiche Positionen in seinem Regime. Am 2. November 1963 wurde er durch einen Putsch gestürzt und ermordet.

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