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Windows Live® Suchergebnisse DiarrhöeEnzyklopädieartikel
Diarrhöe, auch Diarrhö, Durchfall, häufige Stuhlentleerung mit breiigem oder dünnflüssigem, bei manchen Durchfallerkrankungen auch mit Blut durchsetztem Stuhl, oft begleitet von krampfartigen Bauchschmerzen. Diarrhöe kann durch Mikroben wie Bakterien und Viren, durch unverträgliche oder giftige Stoffe im Verdauungssystem oder durch Stress (siehe Reizkolon) hervorgerufen werden. Verursacher bakterieller Erkrankungen sind z. B. Salmonellen; der bei Reisen in südliche Länder häufig auftretende Reisedurchfall ist oft Folge einer Infektion durch enterotoxische Escherichia coli (ETEC), die den normalen Darmbakterien nahe verwandt sind (siehe Darmflora). Virale Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern werden häufig durch Rotaviren verursacht, bei Erwachsenen durch Hepatitis-A-Viren. Darmentzündungen wie Enteritis oder Colitis, schwere mikrobielle Infektionen wie Cholera, Typhus oder Amöbenruhr sowie Wurmbefall können eine lang anhaltende Diarrhöe zur Folge haben. Bei einer Durchfallerkrankung resorbiert der Darm kaum noch Wasser aus der Nahrung. Der hohe Flüssigkeitsverlust verursacht eine Dehydratation (einen Wasserentzug) des Körpers, was insbesondere bei Kindern und älteren Menschen lebensbedrohend sein kann. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation von 2005 entfallen weltweit 4 Prozent aller Todesfälle auf Diarrhöe – bei Kindern unter fünf Jahren sogar 18 Prozent. Durchfallerkrankungen sind damit bei Kleinkindern nach Lungenentzündungen die zweithäufigste Todesursache; betroffen sind vor allem Kinder in Entwicklungsländern, insbesondere aufgrund des dort häufig mit Fäkalien verunreinigten Trinkwassers. Wichtig bei der Behandlung von Diarrhöe ist eine hohe Flüssigkeitszufuhr, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Bei einem schwereren Krankheitsbild muss zudem der Verlust an Elektrolyten, die für die Blutphysiologie wichtig sind, durch eine glucosehaltige Salzlösung ausgeglichen werden. Gegen akute bakterielle Durchfallerkrankungen hilft medizinische Kohle, die Mikroorganismen und Bakterientoxine bindet.
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