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Bretagne

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Bretonisches VolksliedBretonisches Volkslied

Bretagne, größte Halbinsel Frankreichs. Die an der Atlantikküste gelegene Region ist 27 208 Quadratkilometer groß und hat über 2,7 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt ist Rennes.

Die felsige Küste der Bretagne ist überaus stark gegliedert. Die Halbinsel hat keine Berge, das so genannte Rumpfgebirge erreicht eine maximale Höhe von 384 Metern. Die zahlreichen Wälle und Hecken schützen das relativ dünn besiedelte Land vor den starken Westwinden. Das Klima ist durchweg ozeanisch, nur im Becken um Rennes macht sich auch kontinentales Klima bemerkbar.

Die Wirtschaft der Region ist vorwiegend von der Landwirtschaft geprägt: Käse und Butter werden in großen Mengen produziert, Kartoffeln, Gemüse (Artischocken, Tomaten) und Erdbeeren angebaut. Daneben gibt es zahlreiche Geflügelfarmen, Pferde- und Schweinezuchten. Die Fischerei konzentriert sich auf die Häfen Concarneau, Douarnenez und Lorient; Austernzucht ist an der Küste weit verbreitet.

Der Bergbau beschränkt sich auf Kaolin, Uran- und Zinngruben. Neben dem Kernkraftwerk in den Montagnes d’Arrée versorgt auch das Gezeitenkraftwerk an der Rance die Bretagne mit Energie. Zum industriellen Produktionssektor gehören neben dem Maschinen- und Fahrzeugbau elektrotechnische und elektronische Fertigungsstätten sowie Möbelfabriken. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist (insbesondere an der Küste) der Fremdenverkehr. Nach der ökologischen Katastrophe, die sich im Dezember 1999 ereignete, als nach dem Auseinanderbrechen des Öltankers Erika mehrere Tonnen Erdöl ausliefen und weite Küstenregionen verseuchten, gingen die Besucherzahlen drastisch zurück.

Die westlichste Region Frankreichs war im Neolithikum eines der Zentren der Megalithkultur (Megalithbauten). Keltische Stämme besiedelten das Gebiet ab Mitte des 1. vorchristlichen Jahrtausends, das sie Armorika nannten. 56 v. Chr. eroberten römische Truppen unter Caesar die Halbinsel. Ab dem 5. Jahrhundert wanderten aus Britannien immer mehr keltische Briten (Bretonen) ein, die bis 630 unter merowingische, später karolingische Herrschaft gerieten. Von 845/46 bis Anfang des 10. Jahrhunderts waren die ehemalige Bretonische Mark um Nantes und Rennes sowie die angrenzenden Territorien unabhängig. Nach der französischen Lehnshoheit geriet die Bretagne unter normannische Schutzherrschaft, wurde 1113 zum englischen Lehen erklärt und gehörte ab 1166 zum Haus Plantagenet, fiel aber bereits 47 Jahre später an eine kapetingische Nebenlinie und im Bretonischen Erbfolgekrieg (1341-1365) an das Haus Montfort. Seit 1515 gehörte die Bretagne dann zur französischen Krondomäne.

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