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  • Washington D. C. – Wikipedia

    Washington D. C. [ ˈwɔʃɪŋtn̩ ] ist die Hauptstadt und der Regierungssitz der Vereinigten Staaten . Das Stadtgebiet von Washington ist identisch mit dem District of Columbia ...

  • USA - Washington, D.C.

    Das Wahrzeichen des nordöstlichen Wyomings ist ein 386 m hoher Berg, der als gewaltiger Monolith weithin sichtbar aus dem endlosen Grasland ragt. 1893 ... weiter

  • Deutsche Schule Washington, DC

    Schule mit der Aufgabe den Schülern die deutsche Sprache, Bildung und ein wirklichkeitsgerechtes Deutschlandbild in Anlehnung an deutsche Lehrpläne zu vermitteln.

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Washington D.C.

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Weißes Haus in Washington D.C.Weißes Haus in Washington D.C.

Washington D.C., Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika.

Washington D.C. liegt an der Mündung des Anacostia River in den Potomac und grenzt im Norden, Osten und Südosten an Maryland, im Südwesten an Virginia. Washington bildet einen eigenen Bundesdistrikt, den District of Columbia (D.C.). Washington wurde 1790 gegründet und 1800 Sitz der Bundesregierung. Die Stadt ist heute Kernstück eines der größten Ballungsgebiete (metropolitan area) Nordamerikas und Zentrum nationaler und internationaler Politik und Diplomatie.

Das wirtschaftliche Leben Washingtons ist mit der Rolle als Bundeshauptstadt eng verbunden. Die Wirtschaft keiner anderen großen Stadt in den USA hängt so deutlich von einer einzigen wirtschaftlichen Kraft ab. Etwa ein Drittel der Arbeitnehmer Washingtons sind Angestellte der Bundesregierung. Botschaften von rund 140 Nationen und führende internationale Organisationen wie die Weltbank, der Internationale Währungsfonds und die Organisation der Amerikanischen Staaten sind in Washington ansässig.

Der Fremdenverkehr ist der zweitgrößte Wirtschaftsfaktor. Denkmäler und Museen ziehen jährlich über 18 Millionen Besucher an. Das Netz der Untergrundbahn erstreckt sich bis zu den Vororten in Maryland und Virginia. Die Stadt besitzt drei Flughäfen: Washington National, Dulles International und Baltimore-Washington International.

Dem Straßennetz Washingtons liegt ein rechtwinkliges System zugrunde, das von diagonal verlaufenden Avenuen durchzogen wird. Zentrum der Stadt ist das Kapitol der Vereinigten Staaten, der Sitz des Kongresses, das sich am östlichen Ende einer Grünanlage (Mall) befindet. An der Westseite, am Ufer des Potomac, liegt das Lincoln Memorial. Das Stadtzentrum ist weitläufig, da es Auflagen zur Gebäudehöhe gibt. Die Pennsylvania Avenue, die das Weiße Haus mit dem Kapitol verbindet, ist Washingtons Prachtstraße, auf der die Parade am Antrittstag des Präsidenten stattfindet.

Die zahlreichen unterschiedlichen Wohngegenden Washingtons haben jeweils ihren eigenen sozialen und ethnischen Charakter. Georgetown z. B. erinnert wegen seiner traditionellen Häuser und Gärten an ein Dorf. In Capitol Hill sind die viktorianischen Häuserzeilen größtenteils restauriert worden, während Anacostia im Osten des Anacostia River ein heruntergekommenes Viertel ist.

Neben Regierungsgebäuden und Museen besitzt Washington zahlreiche Gedenkstätten, wie z. B. das Vietnam Veterans Memorial (1982), das Vietnam Women’s Memorial (1993), das Thomas Jefferson Memorial (1943), das Lincoln Memorial (1922) und das Washington Monument (1884), ein 169 Meter hoher Obelisk. Jenseits des Potomac, in Virginia, befindet sich das Pentagon, der 1943 fertig gestellte Hauptsitz des Verteidigungsministeriums.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören weiterhin das Gebäude des Obersten Gerichtshofes (Supreme Court Building, 1935) und die Kongressbibliothek, die sich beide östlich des Kapitols befinden. Nordwestlich des Kapitols liegt das Weiße Haus (Baubeginn 1792, Wiederaufbau nach 1814). Präsident John Adams war der erste Bewohner des Weißen Hauses, das ursprünglich Präsidentenhaus genannt wurde und seitdem Amts- und Wohnsitz der US-Präsidenten ist. Die Frontseite des Weißen Hauses liegt am Lafayette Square, und vom Balkon auf der Rückseite blickt man über die Ellipse, am Washington Monument vorbei, auf das Jefferson Memorial.

Auf der Pennsylvania Avenue, genau zwischen dem Weißen Haus und dem Kapitol, liegt das Gebäude des Nationalarchivs (National Archives Building; 1935). Im Nationalarchiv werden die Unabhängigkeitserklärung, die Verfassung der Vereinigten Staaten und die Bill of Rights aufbewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die größten Kirchen der Stadt sind die Episcopal Washington National Cathedral, deren Bau 1907 begonnen und 1990 vollendet wurde. Historisch interessant ist die Kirche Saint John’s (1816), die so genannte Präsidentenkirche.

Zu den Universitäten Washingtons gehören die Georgetown University (1789), die American University (1893), die George Washington University (1821), die Catholic University of America (1889) und das Trinity College (1897). Washington ist zu einem der führenden amerikanischen Kulturzentren geworden. Es bietet seinen Besuchern eine Reihe bedeutender Museen, von denen viele von der Smithsonian Institution verwaltet werden, wie z. B. das Nationalmuseum für Luft- und Raumfahrt, das Hirshhorn-Museum mit seinem Skulpturengarten, die Nationale Kunstgalerie, das Museum für amerikanische Geschichte sowie das Nationalmuseum für Naturgeschichte. Das ursprüngliche Smithsonian Building aus rötlichem Backstein wurde 1855 gebaut. Zu den jüngeren Museen zählen das Nationalmuseum für afrikanische Kunst (1987), das US-Museum zum Gedenken an den Holocaust (1993) und die auf dem Gelände des Dulles International Airport eingerichtete Zweigstelle des Nationalmuseums für Luft- und Raumfahrt (2003). Im Zentrum befinden sich die Nationalgalerie für Porträts, das Nationalmuseum für amerikanische Kunst und das Textilmuseum. Im John-F.-Kennedy-Center für darstellende Kunst werden Schauspiele und Opern aufgeführt, Filme gezeigt und Musikveranstaltungen organisiert. Die Folger-Shakespeare-Bibliothek umfasst die weltweit größte Sammlung von Arbeiten von und über William Shakespeare.

Washington ist ein Bundesdistrikt und kein Staat der USA; die Bundesregierung hat die oberste Autorität. Das so genannte Bundesinteresse in der Hauptstadt wird durch das Recht des Kongresses, gegen jedes vom Stadtrat verabschiedete Gesetz Einspruch einlegen zu können, geschützt. Darüber hinaus wird der Haushalt des District of Columbia vom Kongress geprüft. Der Kongress stellt dem Distrikt eine gewisse Summe, die Bundeszahlung, zur Verfügung, um die ausbleibende Vermögenssteuer auf staatliches Eigentum in der Stadt zu kompensieren. Der Kongress behält sich auch das Recht vor, Gesetze zu erlassen, die den District of Columbia betreffen, wie z. B. die Auflagen zur Gebäudehöhe. Die Einwohner Washingtons dürfen erst seit 1964 an Präsidentschaftswahlen teilnehmen.

1995 verzeichnete Washington ein so großes Haushaltsdefizit, dass die Stadt bankrottging und zwei Lösungsmöglichkeiten offenblieben: entweder einem anderen Staat (Maryland) angeschlossen zu werden oder vom Bundesschatzamt übernommen zu werden. Die Krise wird hauptsächlich auf die Erhöhung der Löhne und Gehälter der Angestellten bei Behörden und die drastisch steigende Kriminalitätsrate zurückgeführt. Seit Jahrzehnten wandern vermögende Bürger in die Vororte nach Virginia und Maryland ab, im Kernbereich bleiben die sozial schwachen Schichten zurück. Vielerorts haben sich Slums gebildet. Dadurch gingen die Steuereinnahmen stark zurück. Eine Übernahme durch den Bund würde die begrenzte Autonomie der Stadt aufheben. Das Haushaltsdefizit der Stadt belief sich 1994 auf 355 Millionen Dollar.

1783 beschloss der in Philadelphia zusammengetretene Kongress, dass die junge Nation eine ständige Hauptstadt brauche. 1790 verabschiedete der Kongress den so genannten Residence Act, der vorsah, dass für die Hauptstadt eine 16 Kilometer lange, rechteckige Fläche am Potomac entlang der Grenze zwischen Virginia und Maryland ausgewählt werden soll. Präsident George Washington wählte den genauen Standort für den Bundesdistrikt aus, den man nach Christoph Kolumbus District of Columbia nannte. Washington beauftragte Pierre L’Enfant mit dem Entwurf von Federal City, das erst später in Washington umbenannt wurde.

Als die Bundesregierung 1800 nach Washington umzog, hatte die Stadt weniger als 5 000 Einwohner. 1814, während des Britisch-Amerikanischen Krieges, eroberten und zerstörten die Briten viele Gebäude Washingtons. 1847 wurde der am Westufer des Potomac gelegene Teil des Distrikts an Virginia zurückgegeben. Deshalb macht der heutige Distrikt nur etwa zwei Drittel der ursprünglich etwa 260 Quadratkilometer großen Fläche aus. 1850 lag die Einwohnerzahl des District of Columbia noch immer unter 52 000. Während des Amerikanischen Bürgerkrieges stieg die Bevölkerungszahl stark an und erreichte 1870 etwa 132 000 Einwohner. Der Großteil dieses Zuwachses ist auf die Zuwanderung von Schwarzen nach Beendigung der Sklaverei zurückzuführen. 1900, als die Einwohnerzahl 250 000 überschritt, dehnte sich die Stadt auch auf Gebiete außerhalb des ursprünglichen Planes von L’Enfant aus. Während der Depression der dreißiger Jahre, der daraus resultierenden New-Deal-Politik und den beiden Weltkriegen kam es zu einer weiteren Zunahme der Bevölkerung.

Zwischen 1920 und 1940 nahm die Bevölkerung der Stadt um rund 250 000 Einwohner zu. Seit dem 2. Weltkrieg sind die Vororte in Maryland und Virginia die Hauptwachstumsgegenden. 1940 lebten rund 70 Prozent der Bevölkerung der Metropolitan Area im District of Columbia, 1990 waren es nur noch 16 Prozent. Die Bevölkerung der eigentlichen Stadt nahm zwischen 1950 und 1990 um über 190 000 Einwohner ab. Auch die Zusammensetzung der Stadtbevölkerung hat sich mit einer Zunahme der farbigen Bevölkerungsgruppen erheblich verändert. Die Zahl der Schwarzen ist von 35 Prozent 1950 auf 65,8 Prozent 1990 angestiegen. Im gleichen Zeitraum ist auch der Anteil der asiatischen und lateinamerikanischen Bevölkerungsgruppen gestiegen. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 551 000 (2005).

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