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Ionenfalle

Enzyklopädieartikel

Ionenfalle, Gerät zur Untersuchung von Ionen. Mit Hilfe einer Ionenfalle lassen sich Vorstufen von extrem kurzlebigen oder instabilen Ionen festhalten. Durch geeignete Quellen erzeugt man dann diese Ionen um sie anschließend spektroskopisch zu analysieren. Dabei können auch gewisse Quanteneffekte untersucht werden. Nachdem man die Ionenvorstufe in die Ionenfalle eingebracht hat, erfolgt die Anregung beispielsweise mit Hilfe eines optischen Lasers. Die Vorstufe ist im günstigsten Fall so gebaut, dass sie das zu untersuchende Ion in sich enthält. Durch den Laser dissoziiert die Vorstufe dann in ihre Einzelkomponenten – eine davon ist das Ion. Anschließend kann man die so erzeugten Ionen mit einem Massenspektrometer herausfiltern. In dem Spektrometer befindet sich ein so genannter Ionendetektor. Aus der Intensität der im Detektor registrierten Ionen und aus der Wellenlänge des Lasers können die Wissenschaftler dann die wichtigen Informationen und Daten entnehmen. Mit dieser Methode werden nicht nur Molekülionen untersucht. Nach ähnlichem Prinzip gelang es vor kurzem auch Atome zu erforschen. Dabei nutzte man Laser- oder spezielle Magnetquellen. Durch das damit erzeugte gebündelte elektrische Feld lässt sich, mit einfachen Worten ausgedrückt, die Gesamtenergie des Grundzustands des Atoms reduzieren. Mit einem geeigneten Laser oder geeigneter Magnetquelle lässt sich dieses Prinzip auch für das Studium von Mikroorganismen verwenden, ohne letztere zu schädigen.

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