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  • Albigenser - Ökumenisches Heiligenlexikon

    Albigenser bezeichnet die Anhänger der bedeutendsten christlichen Häresie des Mittelalters, eine Gruppierung der Katharer. Die Bezeichnung stammt von der südfranzösischen Stadt ...

  • Katharer – Wikipedia

    Verbreitet ist auch die Bezeichnung Albigenser (gelegentlich auch: Albingenser) nach der südfranzösischen Stadt Albi, eine ehemalige Katharerhochburg.

  • Katharer (Albigenser) - Ökumenisches Heiligenlexikon

    Katharer. Katharer - der Name kommt vom griechischen "katharos", " rein" - ist die Bezeichnung für weit verbreitete religiöse Bewegungen des Mittelalters.

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Albigenser

Enzyklopädieartikel

Albigenser, Anhänger der bedeutendsten christlichen Häresie des Mittelalters. Die Bezeichnung stammt von der südfranzösischen Stadt Albi, einem wichtigen Zentrum der Bewegung.

Die Albigenser glaubten an das dualistische System des Manichäismus, das über Jahrhunderte einen großen Einfluss auf die Mittelmeerregion ausübte. Die Dualisten gehen davon aus, dass ein guter und böser Gott unabhängig voneinander existieren. Im westlichen Teil von Europa traten die Verfechter dieser Lehre, die Katharer (von griechisch katharos: „rein”), erstmals im 11. oder frühen 12. Jahrhundert in Nordfrankreich und den Niederlanden in Erscheinung. Um stetigen Verfolgungen zu entgehen, zogen die Katharerprediger südwärts, wo sie im politisch eigenständigeren Languedoc und den angrenzenden Gebieten weit größeren Anklang fanden. Hier bezeichnete man sie fortan als Albigenser.

Per Definition verurteilten sie jede Form der Materie. Nur eine reine und spirituell ausgerichtete Existenz führe zur Erlösung und verheiße ein von allem irdischen Ballast befreites Leben nach dem Tod. Verfehlungen hätten dagegen die Wiedergeburt der Seele in einer neuen sterblichen Hülle, als Mensch oder gar als Tier, zur Folge. Die traditionelle christliche Kirche mit ihrem korrupten Klerus und ihrer riesigen Anhäufung materiellen Reichtums hielten sie für ein Machwerk Satans, welches es zu vernichten gelte.

Die Albigenser teilten sich in einfache Gläubige und „Vollkommene”. Letztere entschieden sich per Gelübde für ein Leben in strengster Askese. Sie verzichteten auf allen Besitz und nahmen ausschließlich Spenden anderer Mitglieder an. Nur die Vollkommenen konnten im Gebet mit Gott kommunizieren. Die Übrigen durften darauf hoffen, das ersehnte Stadium nach einer langen Initiationsphase zu erreichen.

1209 begann Papst Innozenz III. einen Kreuzzug gegen die „Ketzer”, der bis 1229 dauerte und als Albigenserkrieg bekannt wurde. Die Albigenser, die führende politische Kraft Südfrankreichs, wurden dabei brutal vernichtet und weite Teile Südfrankreichs in Schutt und Asche gelegt. Kleine Gruppen retteten sich jedoch in abgelegene Gegenden und trotzten der Inquisition bis ins 14. Jahrhundert hinein.

Siehe auch Bogomilen; Paulizianer

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