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Königreich Jerusalem

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Gottfried von BouillonGottfried von Bouillon

Königreich Jerusalem, mittelalterlicher christlicher Staat, umfasste zur Zeit seiner größten Ausdehnung das heutige Israel sowie Teile Jordaniens, Syriens und des Libanon, seine Hauptstadt war Jerusalem. Das Königreich wurde nach der Eroberung Jerusalems während des 1. Kreuzzuges 1100 errichtet und hielt sich bis 1291. Gottfried von Bouillon, einer der Führer des 1. Kreuzzuges, lehnte für sich noch die Königswürde ab und begnügte sich mit dem Titel „Vogt des Heiligen Grabes”. Sein Bruder und Nachfolger Balduin I. nahm 1100 den Königstitel an und regierte bis 1118. Er gewann u. a. Beirut, Tripolis und Sidon. Ihm folgten sein Cousin Balduin II. und dessen Schwiegersohn Graf Fulko V. von Anjou. Unter Fulko erreichte das Königreich seinen Höhepunkt; auch der größte Teil Syriens war damals in den Händen der Christen. 1187 nahm Sultan Saladin Jerusalem ein; vier Jahre später eroberte Richard I. Löwenherz u. a. Akko zurück, das er zur neuen (vorläufigen) Hauptstadt des Reiches machte. 1229 gewann Kaiser Friedrich II. Jerusalem für die Christenheit zurück und wurde zum König von Jerusalem gekrönt. 1244 nahmen die Muslime Jerusalem wieder ein, und 1291 eroberten sie Akko. Das bedeutete das Ende des Königreiches Jerusalem.

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