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Windows Live® Suchergebnisse MonroedoktrinEnzyklopädieartikel
Monroedoktrin, seit 1852 verwendeter Begriff für die von dem US-Präsidenten James Monroe in einer Kongressansprache am 2. Dezember 1823 vorgestellten Prinzipien der amerikanischen Außenpolitik, die von Außenminister John Quincy Adams formuliert worden waren. Kernpunkt der Doktrin war die Forderung, dass sich die europäischen Mächte vom amerikanischen Kontinent fernhalten, d. h. auf Kolonisation und Einmischung in die inneramerikanischen Angelegenheiten verzichten sollten; gleichzeitig erklärten die USA ihren Verzicht auf eine Einmischung in europäische Angelegenheiten. Die Monroedoktrin hatte zunächst primär defensiven Charakter und richtete sich in erster Linie gegen die russische Expansion in Alaska und die mögliche Intervention der Heiligen Allianz in den unabhängig gewordenen spanischen Kolonien in Mittel- und Südamerika. Entsprechend den zunehmend imperialistischen Tendenzen der amerikanischen Außenpolitik erfuhr gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch die Monroedoktrin eine Neuinterpretation: Die USA verstanden sich nun als eine Art Polizei für die gesamte westliche Hemisphäre, besonders seit der britisch-deutsch-italienischen Seeblockade gegen Venezuela 1902/03. Diese Hegemonialpolitik der USA stieß jedoch in den Staaten Mittel- und Südamerikas auf heftigen Widerstand; ab 1929 ersetzten die Präsidenten Herbert Clark Hoover und Franklin D. Roosevelt daher die Doktrin durch eine Politik der „guten Nachbarschaft”, was die USA jedoch nicht von gelegentlichen Interventionen in Mittel- und Südamerika abhielt, so z. B. unter Hinweis auf die nationale Sicherheit im Rahmen des Kalten Krieges in Kuba (siehe Invasion in der Schweinebucht, Kubakrise). Der in der Monroedoktrin formulierte Aspekt der Nichteinmischung in Europa wurde fallengelassen.
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