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Artikelgliederung
Einleitung; Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS); Erkrankungen des peripheren Nervensystems; Diagnostik; Therapiemöglichkeiten
Neurologie, Fachgebiet der Medizin, das sich mit den Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie deren Diagnose und Therapie befasst.
Als zentrales Nervensystem wird die Einheit von Gehirn und Rückenmark sowie deren Hüllen bezeichnet. Man unterscheidet angeborene, erworbene (beispielsweise entzündliche oder durch Alterungsprozesse entstandene) und traumatische (durch Verletzung verursachte) Erkrankungen. Unter den angeborenen Erkrankungen des zentralen Nervensystems gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Ausprägungen. Neugeborene mit schweren Missbildungen des Gehirns sind häufig nicht lebensfähig. Zu den erworbenen Krankheiten des Zentralnervensystems zählt man infektiöse Erkrankungen wie bakterielle oder virale Meningitis und Enzephalitis, Formen der Borreliose (siehe Rückfallfieber) sowie Poliomyelitis und Tetanus. In neuerer Zeit beschäftigte sich die neurologische Forschung auch zunehmend mit den durch Prionen hervorgerufenen Erkrankungen des Gehirns wie Creutzfeldt-Jakob-Krankheit und BSE. Eine weitere Gruppe bilden Autoimmunerkrankungen des Zentralnervensystems wie multiple Sklerose. Degenerative, d. h. mit Abbauprozessen einhergehende Erkrankungen sind Alzheimer-Krankheit, Parkinsonkrankheit sowie verschiedene Formen der Demenz. Schwerwiegende Schädigungen des ZNS können durch einen Schlaganfall verursacht werden, eher selten treten Hirntumore auf. Zu den traumatischen Schädigungen des ZNS zählen beispielsweise Hirnblutungen und Querschnittslähmung.
Als peripheres Nervensystem wird die Gesamtheit der nach Austritt aus dem Rückenmark die Körperperipherie versorgenden Nervenfasern bezeichnet. Störungen in diesem Bereich des Nervensystems führen zu Funktionseinschränkungen bzw. Funktionsausfällen der abhängigen Körperteile. Wird beispielsweise die Nervengruppe geschädigt, welche die Wadenmuskulatur versorgt, so ist die willentliche Streckung im Sprunggelenk eingeschränkt oder aufgehoben. Werden periphere Nerven direkt am Austritt aus dem Rückenmark geschädigt, wie etwa beim Bandscheibenvorfall, so entsteht eine Funktionseinschränkung, die mehrere Muskelgruppen betreffen kann. Auch können Gefühlsstörungen auftreten, da die sensiblen Reize ebenfalls über periphere Nerven geleitet werden. Zur Schädigung des peripheren Nervensystems kann es auch durch Neuritiden kommen.
Prinzipiell können neurologische Erkrankungen ihre Ursache im gesamten neurophysiologischen Einzugsbereich haben. Dieser umfasst die Nervenzelle mit Axon und Synapsen, die Neurotransmitter und das Ausführungsorgan, die Muskel- oder Sinneszelle. Neurologische Krankheitsbilder können sich in Form von Lähmungen, Krämpfen, Tremor, Reflexstörungen, Empfindungsstörungen oder Epilepsie äußern. Zur apparativen Diagnostik gehören Elektroenzephalographie, Kernspintomographie und Computertomographie. Des Weiteren kann die Leitungsgeschwindigkeit der Nerven ermittelt und das Gehirnwasser (Liquor) untersucht werden. Nicht zuletzt können manche Erkrankungen aus dem Bereich der Psychiatrie und Psychologie eine neurologische Ursache haben.
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