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  • Marcus Atilius Regulus – Wikipedia

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  • Lateinisches Link-Lexikon Atilius

    Das Latein-Link-Lexikon stellt wichtige Begriffe aus dem Bereich der römischen Antike und ihrer Rezeption zusammen

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Regulus, Marcus Atilius

Enzyklopädieartikel

Regulus, Marcus Atilius (gestorben um 250 v. Chr.), römischer Feldherr und Staatsmann.

Als Konsul im Jahr 267 v. Chr. besiegte Atilius die Sallentiner in Kalabrien und eroberte Brundisium (heute Brindisi), wofür er mit einem Triumph geehrt wurde. 256 v. Chr. erneut Konsul (consul suffectus, d. h. Nachfolger eines während seines Amtsjahres verstorbenen Konsuls), besiegte er zusammen mit seinem Mitkonsuln Lucius Manlius Vulso Longus im 1. Punischen Krieg die Karthager in der Seeschlacht bei Eknomos. Anschließend setzten Atilius und Manlius nach Afrika über und errangen zunächst einige Erfolge gegen die Karthager. Nach Manlius’ Rückkehr nach Rom schlug Atilius bei Adys erneut ein karthagisches Heer; als er dann allerdings den friedensbereiten Karthagern zu harte Bedingungen für einen Frieden stellte, erlitt er 255 v. Chr. eine vernichtende Niederlage und geriet mit seinen Truppen in karthagische Gefangenschaft.

Um Atilius’ weiteres Schicksal haben sich verschiedene Legenden gebildet. Festzustehen scheint aber, dass er 250 v. Chr. nach Rom entsandt wurde, um über einen Gefangenenaustausch und eventuell auch einen Friedensschluss zu verhandeln. Obgleich er bei den Karthagern im Wort stand, im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen nach Karthago zurückzukehren, soll er im Senat deutlich gegen die karthagischen Angebote Stellung genommen und ungeachtet seiner eigenen Sicherheit Rom zu einer unnachgiebigen Haltung gegenüber Karthago gedrängt haben. Atilius kehrte dann freiwillig nach Karthago zurück, wo er zu Tode gefoltert worden sein soll. In Rom wurde er als kompromissloser Patriot, der den Märtyrertod auf sich nahm, verehrt.

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