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Präventivmedizin

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1

Einleitung

Präventivmedizin, Spezialgebiet der Medizin, das sich mit Gesundheitsvorsorge und Krankheitsverhütung beschäftigt. Diese Disziplin gewann im ausgehenden 20. Jahrhundert an Bedeutung, weil Gesundheitspolitiker sich zunehmend Sorgen um die Kosten im Gesundheitswesen machten. Vorbeugende Maßnahmen können sich an die Gesamtbevölkerung oder an Einzelpersonen richten.

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Programme für die Gesamtbevölkerung

Die ersten präventivmedizinischen Vorhaben gingen von der Erkenntnis aus, dass viele Krankheiten von Erregern übertragen werden und man die Ansteckung mit diesen Erregern durch öffentliche Hygienemaßnahmen verhüten kann. Beispielsweise isolierte man jetzt Kranke, bestattete sofort die Verstorbenen und baute Kanalisationssysteme. Ein wichtiger Fortschritt war die Entdeckung, dass Menschen durch Impfung (siehe Immunisierung) gegen viele Infektionskrankheiten geschützt werden können.

Die Präventivmedizin befasst sich auch mit chronischen Krankheiten, entwickelt wurden u. a. Programme zur Reihenuntersuchung. Anhand dieser Untersuchungen kann man z. B. frühzeitig erkennen, welche Personen unter Bluthochdruck, Brust- oder Gebärmutterhalskrebs leiden. Beim Lungenkrebs haben sich ähnliche Vorhaben leider als weniger erfolgreich erwiesen.

Von staatlicher Seite versuchte man, Krankheiten zu verhüten, indem man strengere Vorschriften für die Reinheit des Trinkwassers festlegte und Lebensmittelzusätze verbot, die bei Tieren Krebs erzeugen. In vielen Ländern wurde außerdem mit gesetzlichen Maßnahmen die Sicherheit am Arbeitsplatz verbessert: Man beseitigte dadurch viele Unfallquellen und schränkte den Kontakt der Beschäftigten mit Chemikalien und Strahlung ein.

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Was der Einzelne tun kann

Aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungen zeigt sich eindeutig, was der einzelne zur Erhaltung und Verbesserung seiner Gesundheit tun kann. Am wichtigsten sind dabei eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit wenig Fett, genügend Schlaf, tägliche körperliche Betätigung sowie regelmäßige ärztliche und zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen. Zahnärzte bekämpfen Karies bei Kindern durch Fluoridbehandlung der Zähne und klären über die Notwendigkeit regelmäßiger Zahnpflege auf sowie über Zahnschäden durch häufigen Genuss von Süßigkeiten. Unfallforscher und Gesundheitspolitiker weisen darauf hin, wie wichtig der Sicherheitsgurt im Auto insbesondere für Kinder ist. Und schließlich drängen Ärzte und Politiker gemeinsam darauf, auf das Rauchen zu verzichten: Dies ist der wirksamste Weg, die Häufigkeit von Lungenkrebs zu vermindern. Man warnt außerdem vor den Gefahren zu starker Sonnenbestrahlung, um dem Hautkrebs vorzubeugen. Viele Ärzte empfehlen eine cholesterin- und salzarme Ernährung zur Vorbeugung gegen Herzkrankheiten. Manche Wissenschaftler befürworten die Einnahme von Vitamin C zur Vorbeugung gegen Erkältungen sowie die Vitamine A und E gegen bestimmte Formen von Krebs, aber diese Empfehlungen sind umstritten. Wichtig ist, dass die tägliche Ernährung hohe Anteile an frischem Obst und Gemüse und tierisches Eiweiß (z. B. Milchprodukte) aufweist.

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