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Markusevangelium

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Ebo-Evangeliar (vor 835), Bibliothèque Municipale, EpernayEbo-Evangeliar (vor 835), Bibliothèque Municipale, Epernay
Artikelgliederung
1

Einleitung

Markusevangelium, Abkürzung Mk., das älteste und kürzeste der vier Evangelien im Kanon des Neuen Testaments. Im 3. Jahrhundert n. Chr. schrieb Eusebios von Caesarea das Evangelium dem Apostel Markus zu. Der tatsächliche Verfasser des Markusevangeliums ist jedoch unbekannt. Da sich einige Stellen des Markusevangeliums auf die Zerstörung Jerusalems beziehen, wurde es vermutlich kurz nach 70 n. Chr. in Galiläa oder Syrien abgefasst.

2

Inhalt

Das Markusevangelium erzählt die Geschichte Jesu Christi, beginnend mit der Taufe durch Johannes den Täufer und der Versuchung durch den Teufel in der Wüste. Anschließend schildert das Buch die Predigten Jesu in Galiläa vom Reich Gottes und die Wunderheilung von Kranken. Im zweiten Teil des Markusevangeliums verlagert sich das Geschehen nach Jerusalem. Behandelt werden die Verhaftung, die Kreuzigung und die Grablegung Jesu. Darauf folgt die Beschreibung der Auffindung des verlassenen Grabs: Als einige Frauen an das leere Grab kommen, mahnt sie im Evangelium ein Engel, nur den Jüngern von der Auferstehung Jesu zu berichten. Das Evangelium endet in Judäa und schlägt damit den Bogen zurück zum Anfang, während sich der größte Teil der Handlung in Galiläa zuträgt.

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Literarische Struktur

Die literarische Leistung des Markusevangeliums liegt in der Zusammenfassung der galiläischen Predigten und jenen Geschichten zum Leben Jesu, die dem Autor als Quellen vorlagen, zu einer ausgedehnten Einleitung der Passionsgeschichte Jesu in Jerusalem. Alle Ereignisse werden in einer dramatisch komponierten Erzählweise geschildert.

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