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Judy Garland

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Judy GarlandJudy Garland

Judy Garland, eigentlich Frances Ethel Gumm, (1922-1969), amerikanische Schauspielerin und Sängerin.

Garland wurde am 10. Juni 1922 als Tochter von Vaudeville-Entertainern in Grand Rapids (Minnesota) geboren und trat bereits im Alter von drei Jahren mit ihrem Vater und ihren Schwestern im Varieté auf. Zusammen mit ihren beiden älteren Schwestern agierte sie unter dem Programmtitel Gumm Sisters Kiddie Act auf der Bühne und in Kurzfilmen. Als sie neun Jahre alt war, traten die Mädchen unter dem Namen Garland Sisters auf, ein Jahr später änderte sie auch ihren Vornamen. Nach Beendigung der Zusammenarbeit mit ihren Schwestern erhielt sie im Alter von 13 Jahren von Louis B. Mayer einen Vertrag bei der Produktionsgesellschaft MGM. Wegen ihrer auffallend schönen, kraftvollen Stimme wurde sie vor allem in Musicals eingesetzt wie Broadway Melody of 1938 (1937; Broadway-Melodie 1938). In der Andy-Hardy-Reihe war sie die Partnerin von Mickey Rooney. Der Aufstieg zum internationalen Star gelang Judy Garland mit der Hauptrolle in Victor Flemings Märchenfilm The Wizard of Oz (1939; Das zauberhafte Land), die ihr einen Spezial-Oscar als beste Nachwuchsdarstellerin des Jahres einbrachte.

Trotz persönlicher Probleme, die sie bereits früh in die Medikamentenabhängigkeit führten, konnte sie in den vierziger Jahren ihre Laufbahn erfolgreich fortsetzen mit Filmen wie Ziegfeld Girl (1941; Mädchen im Rampenlicht), Meet Me in St. Louis (1944; Heimweh nach St. Louis), The Clock (1945; Urlaub für die Liebe) und The Pirate (1948; Der Pirat). In zweiter von fünf Ehen war Garland von 1945 bis 1951 mit dem renommierten Musical- und Melodramenregisseur Vincente Minnelli verheiratet; aus dieser Verbindung ging Liza Minnelli hervor, die ebenfalls eine erfolgreiche Sängerin und Schauspielerin wurde. Ab 1950 stand Judy Garland nur noch selten vor der Filmkamera, vorrangig war sie als Sängerin und Fernsehschauspielerin tätig. Ihr erstes Engagement am Palace Theater in New York (1951/52) wurde ein außergewöhnlicher Publikumserfolg, ebenso George Cukors melodramatisches Musical A Star Is Born (1954; Ein neuer Stern am Himmel), in dem sie nach allgemeiner Auffassung ihre überzeugendste Leistung als Filmschauspielerin bot (Oscar-Nominierung). In der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre beschränkte sie sich auf Theaterarbeit. Auch in der letzten Phase ihrer Filmlaufbahn überzeugte sie durch hochkarätige Darstellungen, in Judgment at Nuremberg (1961; Das Urteil von Nürnberg), I Could Go on Singing (1963; Bretter, die die Welt bedeuten) und A Child Is Waiting (1963; Ein Kind wartet) zu sehen. Depressionen, mehrere Selbstmordversuche, Alkohol- und Drogensucht sowie der psychische Druck, die ihr der Starkult auferlegten, erschwerten eine kontinuierliche Arbeit innerhalb des Studiosystems und prägten ihr Image in der Öffentlichkeit; dieser Aspekt ihrer Persönlichkeit wurde auch Teil ihrer Aura in ihrer schauspielerischen Arbeit. Judy Garland starb am 22. Juni 1969 in London an einer Überdosis Schlaftabletten.

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