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InsektenEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Körperbau; Verdauung; Atmung und Blutkreislauf; Nervensystem und Sinnesorgane ; Metamorphose; Fortpflanzung; Soziale Insekten; Lockmittel von Insekten; Systematische Einordnung
Die Klasse Insecta wird von verschiedenen Entomologen auf unterschiedliche Art und Weise untergliedert; die folgende Klassifizierung ist repräsentativ. Man unterscheidet anhand der Gliederung der Fühler und des Ansatzes der Mundwerkzeuge zwei Unterklassen, die Ectognatha („Freikiefler”) und die Entognatha („Sackkiefler”); zu Ersteren gehören die bei weitem meisten Arten. Die frühere Unterscheidung zwischen geflügelten und flügellosen Insekten gilt heute als falsch, da dies nicht der tatsächlichen stammesgeschichtlichen Verwandtschaft entspricht. Die relativ kleine Gruppe der Entognatha wird in drei Ordnungen unterteilt: die Protura (Beintastler), eine Gruppe winziger, blinder Insekten; die Diplura (Doppelschwänze), zu denen der größte Vertreter der Entognatha gehört, ein etwa fünf Zentimeter langes Insekt der Gattung Heterojapyx; und die Collembola (Springschwänze), die aber möglicherweise ein von den Insekten getrenntes, eigenes Taxon repräsentieren. Die Ectognatha werden, vor allem aufgrund von Unterschieden der Flügel und Mundwerkzeuge, in 30 Ordnungen unterteilt. Deren größte sind Coleoptera (Käfer), Lepidoptera (Schmetterlinge), Hymenoptera (Hautflügler, zu denen u. a. Ameisen, Bienen und Faltenwespen gehören), Diptera (Zweiflügler mit Mücken und Fliegen) und Hemiptera (Schnabelkerfe; z. B. Wanzen, Zikaden, Blattläuse und Schildläuse). Weiterhin (nach ungefährer Artenzahl geordnet): Orthoptera (Geradflügler, zu denen u. a. Grillen und Heuschrecken gehören); Trichoptera (Köcherfliegen); Odonata (Libellen); Planipennia (Netzflügler, wozu Florfliegen und Ameisenjungfern gehören); Blattodea (Schaben); Phthiraptera (Tierläuse, mit den Echten Läusen und Haarlingen); Thysanoptera (Fransenflügler oder Thripse); Plecoptera (Steinfliegen); Phasmida (Gespenstschrecken oder Stabheuschrecken); Isoptera (Termiten); Ephemeroptera (Eintagsfliegen); Siphonaptera (Flöhe); Psocoptera (Staubläuse); Mantodea (Fangschrecken); Dermaptera (Ohrwürmer); Strepsiptera (Fächerflügler); Mecoptera (Schnabelhafte); Embioptera (Tarsenspinner); Zygentoma (Fischchen; siehe Silberfischchen); Archaeognatha (Felsenspringer); Megaloptera (Schlammfliegen) und Raphidioptera (Kamelhalsfliegen). Die beiden 1913 entdeckten Ordnungen der Zoraptera (Bodenläuse) und der Grillenschaben (Grylloblattodea oder Notoptera) umfassen jeweils nur etwa 20 Arten, und die erst 2002 in Südafrika beschriebenen Gladiatoren (Mantophasmatodea), den Fangschrecken ähnliche räuberische Insekten, lediglich sechs Arten.
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