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Mackenzie

Enzyklopädieartikel

Mackenzie, Fluss in den Northwest Territories im Nordwesten Kanadas. Mit seinen Quellflüssen hat er eine Gesamtlänge von 4 241 Kilometern und bildet damit das zweitgrößte Stromsystem in Nordamerika nach dem von Mississippi und Missouri.

Seine beiden wichtigsten Quellflüsse, Athabasca River und Peace River, vereinigen sich zum Slave River, der in den Großen Sklavensee mündet; aus ihm tritt am Westende der Mackenzie aus. Der Mackenzie fließt nach Nordwesten und mündet in einem großen Delta in der Mackenzie Bay, einer Bucht in der Beaufortsee. Über seine ganze Länge hinweg beträgt das Gefälle des Flusses nur 156 Meter, weshalb er im größten Teil seines Laufes recht breit ist – im Mittel etwa 3,2 Kilometer. Der Mackenzie ist von Juni bis Oktober schiffbar, dann friert er zu. Das Mackenzietal, das zwischen dem Mackenziegebirge und dem Kanadischen Schild verläuft, ist dünn besiedelt. An Rohstoffen wird bei Norman Wells Erdöl gefördert, in der Deltaregion wurde Erdgas gefunden, das bisher allerdings erst wenig genutzt wird. Von gewisser Bedeutung ist in der Deltaregion außerdem der Fang von Bisamratten. Das Einzugsgebiet des Mackenzie umfasst insgesamt 1,8 Millionen Quadratkilometer, der mittlere Abfluss liegt im Bereich der Mündung bei 9,6 Millionen Liter pro Sekunde.

Der Fluss wurde 1789 von Sir Alexander Mackenzie entdeckt und nach ihm auch benannt. Von den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts bis in die vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein wurde er von Dampfschiffen befahren.

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