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Windows Live® Suchergebnisse GadoliniumEnzyklopädieartikel
Gadolinium, Symbol Gd, silbrig weißes metallisches Element mit der Ordnungszahl 64. Es gehört zu den Seltenerdmetallen und steht in der Lanthanoidenreihe des Periodensystems. Seinen Namen erhielt es zu Ehren des finnischen Chemikers und Mineralogen Johan Gadolin. Gadolinium kommt zusammen mit anderen Seltenerdmetallen in vielen Mineralien vor, darunter im Samarskit, im Gadolinit, im Monazit und in einigen Arten des norwegischen Ytterspats oder Xenotims. In der Rangfolge der Häufigkeit der Elemente in der Erdkruste steht es an 41. Stelle. Gadolinium schmilzt bei rund 1 313 °C und siedet bei circa 3 273 °C. Seine relative Dichte liegt bei 7,9, und seine Atommasse beträgt 157,25 u. Dem Schweizer Chemiker Jean de Marignac gelang es 1880 als erstem, Gadolinium in Form des Oxids von anderen Seltenderdmetallen zu isolieren. Außer diesem stellte man inzwischen auch viele Salze des Gadoliniums her. Das Oxid ist weiß, die Salze sind farblos. Für Neutronen besitzen Gadoliniumatome im Gegensatz zu den Atomen anderer Elemente den größten Stoßquerschnitt. Deshalb setzt man Gadolinium in den Steuerstäben von Kernreaktoren ein (siehe Kernenergie). Wie die anderen Seltenerdmetalle wird es auch für elektronische Bauteile und Geräte verwendet, so beispielsweise für Kondensatoren und Maser. Weiterhin setzt man Legierungen mit Gadolinium für Hochtemperaturöfen ein sowie in Geräten zur so genannten magnetischen Kühlung.
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