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Windows Live® Suchergebnisse KhartumEnzyklopädieartikel
Khartum (Al-Hartum, Al-Chartum, Khartoum), Hauptstadt des Sudan und der gleichnamigen Provinz, zwischen Blauem und Weißem Nil, an deren Zusammenfluss. Die Stadt ist Wirtschaftszentrum der größten Stadtregion des Sudan. Brücken über den Blauen Nil und Weißen Nil verbinden sie mit Nordkhartum und Omdurman. Die Stadt ist Verwaltungs- und Handelszentrum des Landes. Ein Großteil des Handels wird über den Schiffsverkehr auf dem Nil abgewickelt. Transportiert werden u. a. Landwirtschaftserzeugnisse aus dem bewässerten Gesira-Gebiet im Süden. Wichtigste Industrieprodukte sind Lebensmittel, Druck-, Textil- und Glaserzeugnisse. Die Universität Khartum (1956), eine Außenstelle der Universität Kairo (1955), einige technische Hochschulen, das Nationalmuseum und das Völkerkundemuseum befinden sich hier. Sehenswürdigkeiten sind u. a. der Palast der Republik und die Parlamentsgebäude. Khartum wurde 1820 von Mehmed Ali als ägyptischer Militärposten zur Sicherung der eroberten Gebiete im Sudan gegründet. Die Militärbasis entwickelte sich schnell zu einem blühenden Wirtschafts- und Handelszentrum. 1884 bis 1885 wurde die Stadt während eines Aufstands gegen die anglo-ägyptische Herrschaft zehn Monate lang von Truppen des Mahdi belagert und zerstört. 1898 eroberten sie die Briten unter H. H. Kitchener zurück, der danach den Wiederaufbau der Stadt leitete. Khartum war Hauptstadt des Sudan unter anglo-ägyptischer Herrschaft von 1899 bis 1956, bevor es Hauptstadt des unabhängig gewordenen Sudan wurde. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 4,29 Millionen (2003) in der Agglomeration.
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