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Mexiko

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Mexiko (Flagge und Hymne)Mexiko (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
2.3

Klima

Der Wendekreis des Krebses teilt Mexiko in zwei Teile. Die südliche Landeshälfte gehört daher zur tropischen Zone, die nördliche zur subtropischen. Das Klima ist je nach Höhenlage unterschiedlich. Zur Tierra caliente (heißes Land) gehören die tief liegenden Küstenebenen, die von Meereshöhe bis auf etwa 800 Meter reichen. Das Klima ist extrem feucht mit maximalen tageszeitlichen Temperaturunterschieden von annähernd 50 °C. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 25 °C. Die Tierra templada (gemäßigtes Land) reicht von etwa 800 bis 1 700 Meter Höhe mit Jahresdurchschnittstemperaturen von 16,7 bis 21,1 °C. Die Tierra fría (kaltes Land) umfasst Höhenlagen von etwa 1 800 Meter und reicht bis zur Vegetationsgrenze in etwa 4 700 Meter Höhe. Die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 15 und 17,2 °C. Die Durchschnittstemperatur in Mexiko-Stadt (in 2 300 Meter Höhe gelegen) beträgt im Januar 12,6 °C und im Juli 16,1 °C. In den gleichen Monaten liegt die Durchschnittstemperatur in Monterrey bei 14,4 bzw. 27,2 °C. Auf einigen Vulkangipfeln gibt es noch eine weitere Höhenstufe, die Tierra helada (Schneeregion). Sie beginnt erst in Lagen ab etwa 4 700 Meter Höhe und die Jahresdurchschnittstemperatur liegt unter 10 °C.

Auf der pazifischen Seite herrscht ein wechselfeuchtes Klima mit ausgeprägter Regenzeit. Sie dauert von Mai bis Oktober. Obwohl einige Gebiete im Süden Mexikos jährliche Niederschlagsmengen zwischen 990 und 3 000 Millimeter aufweisen, erhalten die meisten Teile des Landes keinen ausreichenden Niederschlag. Durchschnittlich fallen in der Tierra templada jährlich etwa 600 Millimeter Niederschlag, in der Tierra fría etwa 460 Millimeter und im Norden ungefähr 250 Millimeter. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt in Mexiko-Stadt durchschnittlich bei 747 Millimetern und in Monterrey bei 588 Millimetern.

2.4

Flora und Fauna

Die großen Küstengebiete und die zahlreichen Gebirgszüge in Mexiko beherbergen weltweit die größte Vielfalt an Ökosystemen und Lebensräumen. Die geographische Lage des Landes führte zu einer außergewöhnlichen Zusammensetzung der Flora und Fauna. Mexiko wird in Bezug auf seine Artenvielfalt nur von Indonesien, Brasilien und Kolumbien übertroffen. Die Pflanzenwelt ist auch wegen des breiten Temperaturbereichs in Mexiko äußerst vielseitig. Vorherrschende Vegetationsformen sind Steppen, Dornstrauch- und Sukkulentenvegetation, an feuchten Berghängen im Süden gedeiht tropischer Regenwald. Im Norden gibt es Kakteen, Palmlilien, Agaven und Mesquiten. Die Tierra caliente ist dicht bewachsen mit einer großen Vielfalt von Pflanzen. Zu den Bäumen dieser Zone gehören wertvolle Harthölzer, aber auch Kokospalmen, Gummibäume sowie Mandel-, Feigen- und Olivenbäume. An den Berghängen wachsen Eichen, Kiefern und Tannen. In den höchstgelegenen Klimazonen Mexikos findet sich arktische Vegetation. Die Entwaldungsrate ist hoch – 0,46 Prozent (1990–2005) des Waldes werden jährlich neuen Agrarflächen geopfert. Der tropische Regenwald, der einst 6 Prozent der Landesfläche bedeckte, wurde bereits um die Hälfte reduziert. Zu den am meisten gefährdeten Lebensräumen zählen u. a. die Mangrovensümpfe, die Feuchtgebiete an der Küste, der Trockenwald und die trockenen (ariden) Zonen.

Die Klimazonen unterscheiden sich auch in Bezug auf die Tierwelt. Im Norden findet man Wölfe und Kojoten. In den Wäldern an den Berghängen leben Ozelote, Jaguare, Pumas, Nasenbären, Pekaris und Affen. An den Küsten sind Robben anzutreffen. Das Land besitzt die artenreichste Reptilienfauna der Welt, die durch Schildkröten, Schlangen (u. a. Klapperschlangen) sowie Leguane und andere Echsen repräsentiert ist. Es gibt arten- und individuenreiche Bestände an Vögeln, darunter viele Seevögel. Fast ein Drittel der Landwirbeltiere Mexikos sind endemisch. 14 Prozent aller Fischarten der Welt leben in mexikanischen Gewässern, insbesondere die Küstengewässer sind sehr fischreich.

1992 gab es in Mexiko 68 Naturschutzgebiete, einschließlich der 46 Nationalparks, die ungefähr 20 Prozent der Landesfläche einnehmen. Aufgrund der Klassifizierung der einzelnen Gebiete, der vielfältigen Interpretierbarkeit der Gesetze und der damit einhergehenden mangelnden Durchsetzungskraft der Regierung können jedoch nur 8,7 Prozent (2007) der Landesfläche als echte Naturschutzgebiete bezeichnet werden. Viele Schutzgebiete sind von Entwaldung, Wilderern, Müll, Bergbau, Überweidung und Erosion bedroht. Im Rahmen des Biosphären-Programms der UNESCO wurden in Mexiko sechs international anerkannte Biosphärenreservate eingerichtet. Mexiko hat eine Reihe internationaler Umweltabkommen ratifiziert. Diese betreffen die Artenvielfalt, Klimaveränderungen, Desertifikation, den Meeresschutz, die Ozonschicht, Feuchtgebiete und den Walfang. Außerdem wurden ein Verbot der Abfallentsorgung im Meer und ein Verbot von Atomtests beschlossen. Zudem ist Mexiko dem Abkommen zum Schutz des Karibischen Meeres beigetreten.

3

Bevölkerung

Die mexikanische Bevölkerung setzt sich aus drei Hauptgruppen zusammen: dem Bevölkerungsanteil spanischer Herkunft, den Nachfahren der vorkolonialen Bevölkerung und der Gruppe mit sowohl spanischen als auch indianischen Vorfahren, den Mestizos. Die Mestizen sind mit einem Bevölkerungsanteil von circa 75 Prozent die bei weitem größte Gruppe. Der Anteil der indianischen Bevölkerung beträgt etwa 14 Prozent. Weiße machen ungefähr 10 Prozent aus. Ferner leben sehr kleine Gruppen von Asiaten und Schwarzen im Land.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 110 Millionen (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt ungefähr bei 57 Einwohnern pro Quadratkilometer. Circa 76 Prozent der Mexikaner leben in Städten (2005). Die Bevölkerung ist sehr ungleichmäßig verteilt. Auf ungefähr 14 Prozent der Gesamtfläche leben etwa zwei Drittel der Bevölkerung.

3.1

Wichtige Städte

Hauptstadt und kulturelles Zentrum des Landes ist Mexiko-Stadt mit 14,01 Millionen Einwohnern. Weitere wichtige Städte sind u. a. Guadalajara (1,58 Millionen Einwohner), ein bedeutendes Tourismuszentrum, Puebla (1,47 Millionen), eine der ersten Städte des Landes, die von Europäern besiedelt wurden, und ein Produktionszentrum für Tonwaren, Ciudad Juárez (0,01 Millionen), ein Handels- und Produktionszentrum, Tijuana (1,40 Millionen Einwohner), ein Fremdenverkehrs- und Industriezentrum, und León (1,22 Millionen), ein landwirtschaftliches Zentrum.

3.2

Sprache

Die Amtssprache ist Spanisch, das von der großen Mehrheit (circa 98 Prozent) der Bevölkerung gesprochen wird. Es gibt etwa 13 Indianersprachen mit vielen verschiedenen Dialekten. Die Hauptsprache ist Náhuatl oder Aztekisch. Weitere Sprachen sind Maya, das auf der Halbinsel Yucatán gesprochen wird, und Otomí, dessen Sprecher hauptsächlich im inneren Mexiko leben. Ungefähr 2 Prozent der Bevölkerung beherrschen nur ihre indianische Sprache. Es gibt von der Regierung geförderte Bildungsprogramme, um Spanisch innerhalb der indianischen Bevölkerung stärker zu verbreiten.

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