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Mexiko

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Mexiko (Flagge und Hymne)Mexiko (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
3.3

Religion

Mehr als 89 Prozent der Bevölkerung sind römisch-katholisch. Die Regierungen Mexikos verfolgten allerdings lange eine antiklerikale Politik. 1991 endete diese Zeit mit der Verabschiedung von Verfassungsänderungen, die religiösen Einrichtungen den Rechtsstatus verliehen und die Einrichtung konfessioneller Schulen zuließen. Es gibt eine kleine, aber wachsende protestantische Minderheit (über 4 Prozent). Ferner bekennen sich kleine Gruppen zum Bahaismus und zum Judentum. Außerdem gibt es traditionelle indigene Religionen.

3.3. 1

Feiertage

In Mexiko gibt es viele katholische Feiertage. Alle Dörfer und Städte haben ihren Schutzpatron, zu dessen Ehren sie einmal im Jahr ein Fest veranstalten. Zu den wichtigsten kirchlichen Feiertagen gehören das Dreikönigsfest (El Día de los Tres Reyes, am 6. Januar), der Sankt-Antons-Tag (17. Januar), an dem die Kinder ihre Haustiere in der Kirche im Namen des heiligen Anton, dem Schutzpatron der Tiere, segnen lassen, und die Karnevalswoche, die vor der Fastenwoche stattfindet. Des Weiteren sind Ostern (Gründonnerstag bis Ostersonntag), Fronleichnam (im Mai oder Juni), das Johannisfest (El Día de San Juan am 24. Juni), Mariä Himmelfahrt (15. August), Allerheiligen (1. November) und Allerseelen (2. November) zu nennen. Zu den Nationalfeiertagen gehören Neujahr (1. Januar), der Geburtstag von Benito Juárez (21. März), der Tag der Arbeit (1. Mai), der Cinco de Mayo (5. Mai), der Tag der Unabhängigkeit (Fiesta Patrias, 16. September), der Kolumbustag (12. Oktober) und der Tag der Revolution (20. November), der an die soziale Revolution von 1910 erinnert. An dem als Cinco de Mayo bekannten Tag besiegten im Jahr 1862 die Mexikaner die französischen Truppen in der Schlacht von Puebla. Der Tag der Unabhängigkeit erinnert an den 16. September 1810, an dem der Aufstand, der zur Unabhängigkeit des Landes von Spanien führte, losbrach.

3.4

Soziales

Das öffentliche Gesundheitswesen wird überwiegend vom mexikanischen Ministerium für Gesundheit und Sozialwesen verwaltet. Seuchen wie die Cholera wurden ausgerottet. In den ländlichen Gegenden und in den schnell größer werdenden städtischen Elendsvierteln gibt es jedoch zu wenig medizinisches Personal, und die Bevölkerung wächst schneller, als moderne Wasserversorgungs- und Abwassersysteme aufgebaut werden können. Zudem verursachen die rasant wachsende Bevölkerung und der hohe Rohstoffbedarf beträchtliche Umweltschäden. Mexiko-Stadt, die bevölkerungsreichste Stadt der Welt, ist am stärksten von den Umweltproblemen betroffen. Die Emissionen der zahlreichen Industriebetriebe, Kraftfahrzeuge und Privathaushalte haben in Verbindung mit ungünstigen geographischen und meteorologischen Gegebenheiten zu einer starken Verunreinigung der Luft geführt. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Mexiko beträgt bei Frauen 78,8 Jahre und bei Männern 73 Jahre (2008).

Die mexikanische Sozialversicherung überwacht die Wohlfahrtsprogramme, die durch Beiträge der Regierung, der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer finanziert werden. Zum Sozialversicherungswesen gehören u. a. die Krankenversicherung für Arme, Sozialwohnungen, Unfall-, Kranken-, Mutterschafts- und Rentenversicherung.

4

Bildung und Kultur

Die mexikanische Kultur ist eine vielfältige Mischung aus indianischen, spanischen und US-amerikanischen Traditionen. In den ländlichen Gegenden wohnen Nachkommen der hoch entwickelten Kulturen der Maya, Azteken und Tolteken sowie Bauern und Arbeiter, die von Spaniern oder Mestizen abstammen. Das Erbe dieser Gruppen hat die regionale Kultur bereichert. In den Städten zeigt sich sowohl der europäische, vor allem spanische und französische, als auch der nordamerikanische Einfluss. Die meisten zeitgenössischen mexikanischen Künstler sind bestrebt, erkennbar mexikanische Werke zu schaffen, die die Stilrichtungen Spaniens, der indianischen Kultur und des modernen Europa in sich vereinen.

4.1

Bildung und Schulwesen

Der Besuch der Grundschulen ist kostenlos, und es besteht eine Schulpflicht von 10 Jahren. Konfessionelle Schulen sind seit 1991 erlaubt. Weiterführende Schulen betonen die berufsbezogene und technische Ausbildung. Der Analphabetismus unter Erwachsenen war ein Problem, doch erreichte man durch erfolgreiche Maßnahmen der Regierung, dass der Alphabetisierungsgrad bei über 15-Jährigen auf 92,7 Prozent anstieg (2005).

Mexiko hat fast 9 000 Einrichtungen der höheren Bildung, an denen rund 3,5 Millionen Studenten eingeschrieben sind. Zu den bedeutenden Universitäten gehören die Unabhängige Mexikanische Nationaluniversität (1551) und das Nationale Polytechnische Institut (1936) mit Sitz in Mexiko-Stadt, die Universität von Guadalajara (1792), die Unabhängige Universität von Puebla (1937), die Veracruz-Universität (1944) in Jalapa und das Institut für Technische und fortgeschrittene Studien von Monterrey (1943).

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