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MexikoEnzyklopädieartikel
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Mexiko hat eine Freiwilligenarmee, die 2004 etwa 192 770 Mann stark war (davon sind 37 000 Soldaten bei der Marine und 11 770 bei der Luftwaffe). Seit 2000 sind auch Frauen zugelassen.
Am Beispiel von Mexiko zeigt sich der Übergang von einer rohstofforientierten Wirtschaft, die auf Bergbau und Landwirtschaft aufbaut, zu einem halbindustrialisierten Land. Die Leistungen der Wirtschaft sind das Ergebnis von Privatwirtschaft und einer Regierungspolitik, die das wirtschaftliche Wachstum zu einem vorherrschenden Ziel gemacht hat. Per Gesetz wurde festgelegt, dass Bergbau, Fischfang, Transportwesen und Forstwirtschaft in der Hand mexikanischer Unternehmen sein mussten. In jüngerer Zeit wurden jedoch ausländische Investitionen in neue Unternehmen aktiv gefördert. Die Kontrolle der Regierung wurde in einzelnen Wirtschaftsbereichen gelockert. Niedrige Ölpreise, steigende Inflation, Auslandsschulden von mehr als 100 Milliarden US-Dollar und ein steigendes Haushaltsdefizit verschärften Mitte der achtziger Jahre die wirtschaftlichen Probleme des Landes. In den neunziger Jahren verbesserte sich die wirtschaftliche Lage jedoch vorübergehend. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 839 182 Millionen US-Dollar (2006). Der Dienstleistungssektor gewann insbesondere durch die Zunahme des Fremdenverkehrs an Bedeutung. Ungefähr 53 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in diesem Sektor.
Etwa die Hälfte des Landes unterliegt landwirtschaftlicher Nutzung. Ungefähr 15 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt (2005), und eine beträchtliche Zahl der Landarbeiter ist auf Ejidos, genossenschaftlichen Bauernhöfen, angestellt, die bereits nach der Landreform von 1917 entstanden sind. Die Unzufriedenheit mit der Verteilung des Landes war der Hauptgrund für den Aufstand der nationalen Befreiungsarmee der Zapatisten im Jahr 1994. Ausbleibende Regenfälle erschwerten häufig die landwirtschaftliche Produktion. Durch Bewässerungsprojekte wurde jedoch die agrarische Nutzfläche vermehrt, und Bodenpflegemaßnahmen haben die Erträge erhöht. Die Ausweitung der Agrarflächen und die Anbaumethoden werden allerdings nicht ausreichend kontrolliert. Bodenerosion, Versalzung sowie Verunreinigung der Wasserwege und des Grundwassers mit Düngemitteln und Pestiziden stellen große Probleme dar. Das Land erzeugt nicht nur den größten Teil der Grundnahrungsmittel selbst, sondern exportiert auch landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte sind Mais, Weizen, Gerste, Reis, Bohnen, Tomaten, Kartoffeln, Obst, Kaffee, Baumwolle und Zuckerrohr. Mexiko ist ein bedeutendes Erzeugerland für Bienenhonig. Der Viehbestand umfasst vor allem Rinder, Schweine, Ziegen, Schafe, Pferde, Maultiere und Esel sowie Hühner.
In den Wäldern und Forstgebieten, die etwa 32,8 Prozent der Landfläche einnehmen (2005), wachsen wertvolle Hölzer wie Mahagoni, Ebenhölzer, Nussbäume und Rosenhölzer. Wegen des früheren Raubbaues am Baumbestand wird das Fällen von Bäumen heute von der Regierung streng kontrolliert. Mexiko stellt eine beträchtliche Menge an forstwirtschaftlichen Produkten her, darunter Chiclegummi, Harze und Terpentin. Die wichtigsten Fischgründe liegen vor der Küste von Baja California. Die Fischfangindustrie befindet sich überwiegend in der Hand von Genossenschaften, die das Monopol auf bestimmte Fischarten erhalten haben. Wirtschaftlich wichtige Fische bzw. Meerestiere sind Thunfische, Schnapper, Buntbarsche, Sardinen, Sardellen, Krabben und Austern.
Mexiko ist reich an Bodenschätzen. Fast alle bekannten Bodenschätze kommen hier vor, darunter Kohle, Eisenerz, Phosphate, Uran, Silber, Gold, Kupfer, Blei, Strontium, Mangan, Bismut und Zink. Die nachgewiesenen Erdöl- und Erdgasreserven sind riesig. In der Bucht von Campeche liegen einige der größten Lagerstätten der Welt. Weitere Erdölvorkommen gibt es in den Staaten Veracruz, Tabasco und Chiapas. Auch Silber ist für den Export Mexikos von großer Bedeutung.
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