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Mexiko

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Mexiko (Flagge und Hymne)Mexiko (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
6.4

Industrie

Mexiko besitzt eine der am weitesten entwickelten Industrien in Lateinamerika. Circa 23 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Industrie beschäftigt. Viele neue Fabriken werden im Norden Mexikos als Maquiladoras gebaut (arbeitsintensive Fertigungsbetriebe, die importierte Teile zu Fertigprodukten für den Export zusammenbauen). In jüngerer Zeit haben jedoch US-Firmen stark in gut ausgerüstete moderne Produktionsstätten investiert, in denen Kraftfahrzeuge und andere Verbrauchsgüter für den US-Markt erzeugt werden. Zu den wichtigsten Industrieanlagen Mexikos gehören auch Fabriken zur Herstellung von Maschinen und Elektronikausrüstung, Ölraffinerien, Gießereien, Anlagen zum Verpacken von Fleisch, Papierfabriken, Baumwollspinnereien, Fabriken zur Tabakverarbeitung und Zuckerraffinerien. Weitere Industrieprodukte sind u. a. Bekleidung, Eisen und Stahl, chemische Erzeugnisse, Getränke, Düngemittel, Zement, Glas, Keramik- und Lederwaren.

6.5

Währung und Bankwesen

Mexikos Währungseinheit ist der Nuevo Peso (Neuer Peso = 100 Centavos). Zentralbank und Notenbank ist die Bank von Mexiko (gegründet 1925), die nach dem Muster des Zentralbanksystems der USA aufgebaut ist. Das System der mexikanischen Geschäftsbanken, das 1982 verstaatlicht worden war, wurde Anfang der neunziger Jahre wieder privatisiert. Von Ende 1994 bis Anfang 1995 gab es in Mexiko eine Devisenkrise. Ursache war die hohe Inflationsrate in Verbindung mit einem Defizit von etwa 30 Milliarden US-Dollar in der Leistungsbilanz. US-Präsident Clinton leitete die internationalen Hilfsmaßnahmen, an denen sich die anderen Industrieländer und verschiedene internationale Organisationen, darunter der Internationale Währungsfonds und die Weltbank, beteiligten. Ein Unterstützungsprogramm aus Anleihen und Krediten im Wert von annähernd 50 Milliarden US-Dollar wurde entwickelt. Gleichzeitig kündigte der neu gewählte Präsident Zedillo ein Sparprogramm sowie den Verkauf wichtiger öffentlicher Anlagen an, darunter Eisenbahnen, petrochemische Anlagen, Elektrizitätswerke und Flughäfen.

6.6

Außenhandel

Zu den wichtigsten Ausfuhrgütern gehören Rohöl, Erdgas, Baumwolle, Zucker, Tomaten, Kaffee, Garnelen, Rinder, Zink, Textilien, Bekleidung, chemische Produkte, Transportmittel und Maschinen. Importiert werden vor allem Maschinen, Telekommunikationsgeräte, chemische Produkte, Erdöl und Erdölprodukte, landwirtschaftliche Güter sowie Eisen und Stahl. Die Vereinigten Staaten sind der wichtigste Handelspartner Mexikos. Durch das – allerdings umstrittene – In-Kraft-Treten der Nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA (1994) wurde diese Bedeutung noch unterstrichen. Weitere wichtige Handelspartner sind Japan, Deutschland, Brasilien, Kanada, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Fremdenverkehr, Grenzhandel, ausländische Investitionen und Geldüberweisungen der mexikanischen Arbeiter aus den USA sind bedeutende Devisenquellen.

6.7

Gewerkschaften

Von den 43,1 Millionen Erwerbstätigen (2006) sind etwa 35 Prozent in Gewerkschaften organisiert. Die größte Gewerkschaft des Landes ist die Confederación de Trabajadores de México (Mexikanischer Arbeiterbund) mit rund 5,5 Millionen Mitgliedern.

6.8

Verkehrswesen

Das Schienennetz der staatlichen mexikanischen Eisenbahn ist 26 662 Kilometer lang, das Straßensystem 349 038 Kilometer (2003). Ungefähr 50 Prozent aller Straßen sind geteert. Einige Straßen ziehen sich durch das ganze Land, darunter vier Hauptverbindungsstrecken zwischen der Grenze zu den Vereinigten Staaten und Mexiko-Stadt, die zum System des Pan-American Highway gehören. Die Flugverbindungen wurden sehr stark ausgebaut. Heute hat das Land über 1 700 Flughäfen und Landeplätze. Die größten mexikanischen Fluglinien sind Aeroméxico und Compañía Mexicana de Aviación. Die Handelsflotte des Landes umfasst rund 660 Schiffe mit einem Gesamtzuladungsgewicht von zwei Millionen Tonnen.

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