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Die Brücke

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Ernst Ludwig Kirchner: Der Potsdamer Platz in Berlin (1913), PrivatsammlungErnst Ludwig Kirchner: Der Potsdamer Platz in Berlin (1913), Privatsammlung

Die Brücke, Vereinigung expressionistischer Künstler, die 1905 in Dresden gegründet wurde und der Kunst des 20. Jahrhunderts wichtige Impulse gab. Der Name stand für ihre gemeinsamen Interessen und den „Brücken”-Schlag in die Zukunft. Ihre Mitglieder, die meist keine traditionelle akademische Kunstausbildung genossen hatten, waren Ernst Ludwig Kirchner, in dessen Atelier man sich regelmäßig traf, Erich Heckel, Fritz Bleyl, Otto Mueller, Karl Schmidt-Rottluff, Emil Nolde und Max Pechstein.

Die Mitglieder der Brücke wandten sich gegen die akademischen Traditionen und erhielten ihre Inspirationen u. a. von der deutschen Kunst des Mittelalters und der Renaissance, vom Jugendstil, den französischen Post-Impressionisten van Gogh oder Gauguin und den Fauvisten, besonders jedoch von der „primitiven” Kunst afrikanischer Völker (siehe afrikanische Kunst und Architektur). Sie entwickelten einen flächigen Stil von starker Farbigkeit und dynamischer Wirkung. Ihre expressiven, stark wirkenden Farben und kontrastreichen, häufig verzerrten Formen brachten eine lebhafte Gefühls- und Vorstellungskraft zum Ausdruck. Große Wirkung hatte ihre Druckgraphik, besonders Lithographien und Holzschnitte mit scharfen Schwarzweißkontrasten. 1910 zog die Gruppe nach Berlin und löste sich 1913 infolge persönlicher Unstimmigkeiten unter den Mitgliedern wieder auf. Ein großer Teil ihrer künstlerischen Hinterlassenschaft wird heute im Berliner Brückemuseum aufbewahrt, dem auch ein umfangreiches Archiv angegliedert ist.

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