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Magnetpole der Erde

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Sir James Clark RossSir James Clark Ross

Magnetpole der Erde, einer von zwei Punkten auf der Erdoberfläche, von dem ein Ende der Kompassnadel angezogen und das andere abgestoßen wird.

Die Lage der magnetischen Pole der Erde stimmt nicht mit den geographischen Polen (Schnittpunkte der Rotationsachse der Erde mit der Erdoberfläche) überein. Die magnetischen Pole sind jene beiden Punkte auf der Erdoberfläche, wo die tatsächlich gemessenen Magnetfeldlinien senkrecht auf dieser stehen. Die magnetischen Pole sind für kartographische und navigatorische Zwecke relevant. Daneben existieren die in geophysikalischen Zusammenhängen interessanten geomagnetischen Pole; sie beruhen auf Berechnungen, die einen beliebig kleinen Stabmagneten im Erdmittelpunkt als Ursache des Erdmagnetfeldes annehmen. Die Schnittpunkte der verlängerten Achse dieses Stabmagneten mit der Erdoberfläche bilden die geomagnetischen Pole.

Der magnetische Südpol liegt zurzeit auf dem Packeis des Nordpolarmeeres nördlich von Kanada. Der magnetische Nordpol liegt heute am Rand des antarktischen Kontinents im Adélieland, ungefähr 1 930 Kilometer nordöstlich von Little America.

Die magnetischen Pole sind nicht fix, sondern wandern auf der Erdoberfläche. Zurzeit beschleunigt sich die Geschwindigkeit der magnetischen Polwanderung. Betrug sie vor einem Jahrhundert noch wenige Kilometer pro Jahr, so sind es derzeit etwa 40 Kilometer pro Jahr. Seit 1831 ist eine stetige Wanderung des magnetischen Südpols in Richtung Nord beobachtet worden. Um das Jahr 2020 dürfte der magnetische Südpol in der Nähe des geographischen Nordpols liegen; um 2050 wird er die Küste Sibiriens erreichen.

In Verbindung mit der beschleunigten Bewegung wird eine Abschwächung des Magnetfeldes der Erde gemessen. In den letzten 150 Jahren hat die Magnetfeldstärke um etwa 8 Prozent abgenommen. Dies deutet auf eine bevorstehende Polumkehr hin, die schätzungsweise 1 000 bis 2 000 Jahre andauern wird. Die letzte Polumkehr liegt 750 000 Jahre zurück. In geologischen Zeiträumen hat sich die Polarität des Erdmagnetfeldes häufig periodisch umgekehrt.

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