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Vanuatu

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Vanuatu (Flagge und Hymne)Vanuatu (Flagge und Hymne)
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Verwaltung und Politik

Vanuatu ist nach der letztmals 1987 geänderten Verfassung von 1980 eine parlamentarische Republik im Commonwealth of Nations. Staatsoberhaupt ist der für fünf Jahre vom Parlament und den Vorsitzenden der sechs Provinzparlamente gewählte Präsident. Die Exekutive wird vom Ministerrat unter Leitung des Premierministers ausgeübt. Die Legislative liegt beim Parlament, dessen 52 Mitglieder für vier Jahre vom Volk gewählt werden.

Vanuatu ist in sechs Provinzen gegliedert. Stärkste Parteien sind Vanuaaku Pati (VP), Union of Moderate Parties (UMP), National United Party (NUP) und Melanesian Progressive Party (MPP). Nationalfeiertag ist der 30. Juli, an dem im Jahr 1980 Vanuatu unabhängig wurde.

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Wirtschaft

Landeswährung von Vanuatu ist der Vatu (VT). Während der letzten Jahre hat sich der Inselstaat aufgrund der Erteilung von Steuervorteilen zu einem führenden Finanzplatz des pazifischen Raumes entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Vanuatus beträgt 388 Millionen US-Dollar (2006; Dienstleistungen 81,7 Prozent, Industrie 9,2 Prozent, Landwirtschaft 15,6 Prozent), woraus sich ein BIP pro Kopf von 1 755,20 US-Dollar ergibt. Die Wachstumsrate liegt bei 7,20 Prozent im Durchschnitt (2006), die Inflationsrate bei 0 Prozent (2006).

In der Landwirtschaft sind die meisten Arbeitskräfte beschäftigt; wichtigste Agrarprodukte sind Kokosnüsse, Yams, Taro und Bananen. Bei der Weidewirtschaft dominiert die Haltung von Schweinen und Rindern. In bescheidenem Maß wird Fischfang (vor allem Thunfisch) betrieben. Bergbau spielt auf Vanuatu keine Rolle; die Förderung von Manganerz erwies sich als unrentabel und wurde zu Beginn der achtziger Jahre eingestellt.

Das produzierende Gewerbe beschränkt sich vorwiegend auf die Herstellung und Verarbeitung von Nahrungsmitteln (vor allem Fruchtsäfte, Fisch und Fleisch). Von wirtschaftlicher Bedeutung sind darüber hinaus Holzverarbeitung und Druckgewerbe. Einen besonderen Stellenwert nimmt das Kunsthandwerk ein. Bekannt sind die traditionellen Steinarbeiten (meist Amulette), Muschelketten, Figuren und aus Baumfarn gefertigten, reich ornamentierten Masken.

Wichtige Exportprodukte sind neben Kopra auch Kakao, Kaffee und Fleisch. Importiert werden vor allem Maschinen, Fahrzeuge, Brennstoffe und Nahrungsmittel. Das Straßennetz umfasst 1 070 Kilometer, wovon rund 300 Kilometer befestigt sind. Internationale Flughäfen befinden sich in Port-Vila und Luganville; beide Städte verfügen auch über Tiefwasserhäfen. Der Fremdenverkehr gewinnt als Devisenbringer an Bedeutung. Die Touristen sind überwiegend Teilnehmer von Kreuzfahrten im Pazifischen Ozean und verbringen meist einige Tage in Vanuatu.

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Geschichte

Die nördlichen Inseln sind seit etwa 1000 v. Chr. von melanesischen Völkern besiedelt. Die ältesten Siedlungsspuren auf den südlicheren Inseln gehen auf das 5. Jahrhundert v. Chr. zurück. Der spanische Entdecker Pedro de Queirós erreichte die Inseln 1606 als erster Europäer, 1768 wurden sie vom französischen Seefahrer Louis Antoine de Bougainville erforscht. Der britische Entdecker James Cook gab den Inseln 1774 den Namen Neue Hebriden, weil ihn die zerklüfteten Inseln an die schottischen Hebriden erinnerten.

Im 19. Jahrhundert wurde die Bevölkerung durch den Sklavenhandel stark dezimiert. Zahlreiche Insulaner wurden als Plantagenarbeiter nach Australien verschleppt. Briten und Franzosen schufen 1887 gemeinsame Verwaltungseinrichtungen und richteten 1906 ein gemeinsam verwaltetes Territorium ein. Im 2. Weltkrieg legten die Vereinigten Staaten einen großen Marine- und Luftwaffenstützpunkt auf Espíritu Santo an, der als Nachschubbasis für den Krieg gegen Japan diente. Im Juni 1980, kurz bevor die Inseln in die Unabhängigkeit entlassen wurden, brach auf Espíritu Santo ein Aufstand um die Unabhängigkeit aus, der mit Hilfe Papua-Neuguineas niedergeschlagen wurde. Am 30. Juli 1980 wurde aus den Neuen Hebriden der unabhängige Staat Vanuatu.

Im Juli 1994 wurden zahlreiche Inseln Vanuatus von einem Erdbeben der Stärke 7,3 auf der Richterskala erschüttert. Das Epizentrum des untermeerischen Bebens lag etwa 150 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-Vila.

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