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Windows Live® Suchergebnisse Athanasianisches GlaubensbekenntnisEnzyklopädieartikel
Athanasianisches Glaubensbekenntnis (Athanasianum), eines der am weitesten verbreiteten Glaubensbekenntnisse im westlichen Christentum. Es ist nach dem alexandrischen Theologen Athanasios benannt und wird manchmal auch das Quicumque vult (lateinisch: Wer immer will) bezeichnet, wegen der ersten Wörter der lateinischen Fassung. Das fälschlich Athanasios zugeschriebene Glaubensbekenntnis war vermutlich das Werk mehrerer Autoren und könnte auch aus den Dekreten mehrerer Synoden zusammengesetzt worden sein. Seine Entstehung wird allgemein auf das späte 4. Jahrhundert oder die erste Hälfte des 5. Jahrhunderts datiert. Das Glaubensbekenntnis spiegelt den Stand der theologischen Entwicklung in der Zeit des Konzils von Chalkedon (451 n. Chr.). Es wurde erstmals um 542 durch den Theologen Caesarius von Arles erwähnt. Das Bekenntnis ist eine theologische Darlegung der Glaubenslehren der Trinität und der Fleischwerdung, mit kurzen Fassungen anderer Lehren, die sich auch im Apostolischen und im Nizänischen Glaubensbekenntnis finden und wichtige Ereignisse im Leben Jesu betreffen. Im Lauf des 13. Jahrhunderts wurde das Athanasianische Glaubensbekenntnis dem Apostolischen und dem Nizänischen Glaubensbekenntnis gleichgestellt. Es wird von den Katholiken und den Anglikanern gleichermaßen als verbindlich betrachtet. Obwohl es von den Reformatoren gutgeheißen wurde, verwenden heute viele protestantische Kirchen dieses Bekenntnis nicht, wobei es manche auch nicht anerkennen. Das Athanasianische Glaubensbekenntnis ist seit dem 17. Jahrhundert Teil der russisch-orthodoxen Liturgie, wobei es jedoch bei allen östlichen Kirchen verbreitet ist.
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